Chinesischer Autohersteller Luxusmarke Hiphi: Produktion gestoppt, Mutterkonzern insolvent

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Die 2023 auch in Deutschland angetretene chinesische Automarke HiPhi hat seit Monaten massive Probleme. Jetzt meldete die Konzernmutter Insolvenz an.

Das Modell „Z“ von Hiphi wurde in Europa angeboten, doch kaum verkauft. Der Hersteller und sein Mutterkonzern Human Horizons befinden sich in einem Insolvenzverfahren.(Bild:  Human Horizons)
Das Modell „Z“ von Hiphi wurde in Europa angeboten, doch kaum verkauft. Der Hersteller und sein Mutterkonzern Human Horizons befinden sich in einem Insolvenzverfahren.
(Bild: Human Horizons)

Eine Rettung des angeschlagenen Autoherstellers „HiPhi“ aus China erscheint zunehmend unwahrscheinlicher. Im Februar 2024 hatte das Unternehmen die Produktion im Werk Yancheng ausgesetzt – zunächst für sechs Monate, wie es damals hieß. Der Mutterkonzern Human Horizons hatte einen Restrukturierungsplan in Aussicht gestellt. Laut einem Bericht von „Car News China“ hat nun Human Horizons in China Insolvenz angemeldet.

Im Rahmen des Insolvenzverfahrens wird Human Horizon einem Verwalter unterstellt. Mit ihm wird es nun darum gehen, Investoren zu finden, die einen Fortbestand des Unternehmens gewährleisten. Sollte dies in den nächsten sechs Monaten nicht gelingen, droht die endgültige Pleite. Und damit auch das Ende der 2019 gegründete Automarke Hiphi, die 2023 offiziell auch in Deutschland ihren Vertrieb gestartet hatte.

Nur wenige Fahrzeuge produziert

Das Werk in Yancheng gehört zu einem von Kia gegründeten Joint Venture. Seit vielen Jahren werden dort Kia-Modelle für den chinesischen Markt hergestellt. Seit Ende 2021 laufen dort parallel E-Autos von Hiphi vom Band, die Human Horizons von eigenen Mitarbeitern bauen lässt. Bisher allerdings in recht geringen Stückzahlen. Laut „Car News China“ wurden in den vergangenen drei Jahren in China insgesamt nur knapp über 13.000 Fahrzeuge der Marke Hiphi verkauft.

Trotz der geringen Verkaufszahlen in China hatte Hiphi an seinen Expansionsplänen nach Europa festgehalten. Parallel zum Start in Deutschland traten die Chinesen in Norwegen an. Dort sorgte Hiphi Anfang Februar für positive Schlagzeilen, weil das Modell „Z“ beim norwegischen Winter-Reichweitentest „El Prix“ einen Sieg einfahren konnte.

Viele Autos verkauft hat Hiphi in Europa aber offenbar nicht. In der Neuzulassungsstatistik des Marktbeobachters Jato stehen für 2023 lediglich fünf Fahrzeuge – im ersten Halbjahr 2024 sind es zwei Fahrzeuge.

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