Gallium und Germanium Kritische Rohstoffe: Bremst China das autonome Fahren aus?

Von Manja Wühr 4 min Lesedauer

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Der „Chipkrieg“ zwischen den USA und China eskaliert weiter: China hat für Gallium und Germanium Exportkontrollen eingeführt. Was passiert mit dem autonomen Fahren, wenn China den Hahn für die essenziellen Halbleitermetalle zudreht?

Am ausgereiftesten sind Halbleiterlaser im nahen Infrarotbereich auf Basis von Galliumarsenid(GaAs)-Substraten.(Bild:  © kinwun, © fotomek - stock.adobe.com)
Am ausgereiftesten sind Halbleiterlaser im nahen Infrarotbereich auf Basis von Galliumarsenid(GaAs)-Substraten.
(Bild: © kinwun, © fotomek - stock.adobe.com)

Gewarnt hatte die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) schon seit 2018: In einer detaillierten Rohstoffrisikoanalyse haben die DERA-Experten auf die hohe Marktkonzentration und die damit verbundenen Preis- und Lieferrisiken für das Elektronikmetall Gallium hingewiesen. Gallium und Germanium werden bereits seit 2014 in der DERA-Rohstoffliste als potenziell kritische Rohstoffe gelistet.

Anfang Juli machten die Chinesen nun Ernst: Das Handelsministerium und die Nationale Zollbehörde Chinas führte zum 1. August 2023 Exportkontrollen für Gallium und Germanium ein. Das betrifft sowohl die Metalle in elementarer Form als auch ihre chemischen Verbindungen. Chinesische Hersteller von Gallium- und Germaniummaterialien für Verbindungshalbleiter dürfen also nur exportieren, wenn sie eine Lizenz des chinesischen Handelsministeriums erhalten.