Lkw und Busse EU-Parlament stimmt für strenge CO2-Ziele und mehr Vielfalt

Von Automobil Industrie 2 min Lesedauer

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Das EU-Parlament will den CO2-Ausstoß von Lkw und Bussen bis 2040 im Vergleich zu 2019 um 90 Prozent reduzieren. Künftig sollen schwere Nutzfahrzeuge aber auch mit Biogas und E-Fuels fahren dürfen.

Auch das EU-Parlament will die von Lkw und Bussen freigesetzten CO2-Emissionen deutlich senken.(Bild:  Acea)
Auch das EU-Parlament will die von Lkw und Bussen freigesetzten CO2-Emissionen deutlich senken.
(Bild: Acea)

Lastwagen und Busse sollen nach dem Willen des EU-Parlaments künftig deutlich weniger klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) ausstoßen dürfen. Die Abgeordneten einigten sich am Dienstag (21. November) in Straßburg auf eine gemeinsame Position, wonach der CO2-Ausstoß von neu zugelassenen Lkw bis 2040 im Vergleich zu 2019 um 90 Prozent reduziert werden soll.

Für den Zeitraum von 2030 bis 2034 ist demnach ein Zwischenziel von 45 Prozent vorgesehen, für 2035 bis 2039 setzen die Abgeordneten eine Einsparung von 65 Prozent an. Die Regeln sollen auch Sonderfahrzeuge wie Müllwagen oder Baufahrzeuge betreffen.

Die EU-Kommission hatte im Februar einen entsprechenden Vorschlag gemacht. Nun muss das Parlament mit den EU-Staaten noch die endgültigen Vorgaben verhandeln.

Neue Stadtbusse sollen nach Angaben des EU-Parlaments im Übrigen bereits ab 2030 emissionsfrei sein – fünf Jahre früher als für Pkw bereits beschlossen.

Schlupfloch für Biosprit und E-Fuels

Erfüllen lassen sich die Vorgaben mit batterieelektrischen Lkw und Nutzfahrzeugen mit Brennstoffzelle, die Wasserstoff als Energieträger verwenden, um die Elektromotoren anzutreiben. Auch mit Wasserstoff betriebene Verbrennungsmotoren kommen für das EU-Regelwerk infrage.

Auf Drängen der Konservativen im Parlament öffneten die Abgeordneten mit knapper Mehrheit noch eine weitere Option: Demnach sollen auch Fahrzeuge als emissionsfrei zählen, die mit Biosprit oder synthetischen Kraftstoffen, sogenannten E-Fuels, fahren. Das Parlament forderte die Europäische Kommission auf, eine Methodik für die Zulassung dieser Fahrzeuge zu finden.

Weiterhin stimmte das Parlament für eine um ein Jahr auf 2027 vorgezogene Überprüfung der CO2-Emissions-Reduktionsziele für Lkw und Busse.

„Die Kommission hat einen Vorschlag für CO2-Zielvorgaben für schwere Nutzfahrzeuge gemacht, der die Tür für den Einsatz einer Vielzahl von Technologien offen lässt“, kommentierte Benjamin Krieger, Generalsekretär des Zuliefererverbands Clepa, die Entscheidung. Die endgültige Form der Verordnung hänge nun davon ab, dass die EU-Politiker bei den anstehenden Trilog-Verhandlungen auf Kurs bleiben.

„Die europäischen CO2-Ziele für schwere Nutzfahrzeuge sind die anspruchsvollsten der Welt“, sagte Krieger weiter. Das Erreichen erfordere eine konzertierte Aktion aller Beteiligten, um sicherzustellen, dass die entsprechenden Voraussetzungen für die Umsetzung gegeben sind: wie Lade- und Betankungsinfrastruktur, erneuerbare Kraftstoffe und grüne Energie sowie eine Energie-Besteuerung und Kohlenstoff-Bepreisung.

Mit Material von dpa-APX.

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