Infotainment Weshalb Bildschirme ein zentrales Element im Auto sind

Ein Gastbeitrag von Hans-Peter Schmidt* 5 min Lesedauer

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Viele Autofahrer wünschen sich Übersichtliche Cockpits mit Drehregler oder Taster – in Deutschland. In China wünschen Kunden besondere audiovisuelle Erlebnisse. Ein Gastbeitrag über den Spagat zwischen beiden Märkten für OEMs und Zulieferer.

Der Aito M9 setzt auf Infotainment pur: mit integrierter Leinwand für die Insassen auf den Rücksitzen. Das Modell ist nicht in Deutschland erhältlich.(Bild:  Hans-Peter Schmidt)
Der Aito M9 setzt auf Infotainment pur: mit integrierter Leinwand für die Insassen auf den Rücksitzen. Das Modell ist nicht in Deutschland erhältlich.
(Bild: Hans-Peter Schmidt)

China ist mit knapp 22 Millionen verkauften Einheiten im Jahr 2023 der größte Automarkt der Welt – und für die deutschen Hersteller Audi, BMW, Mercedes-Benz, Porsche und VW der wichtigste Einzelmarkt. Das bringt eine besondere Herausforderung mit sich: Die Menschen in Asien haben andere Erwartungen an Technik und Vorstellungen von Design als die Europäer, die Chinesen andere als die Deutschen. Besonders deutlich wird dies bei der Gestaltung der Cockpits von Automobilen, die sich in den Zielmärkten deutlich unterscheiden.

Deutschland ist geprägt von einer minimalistischen Designsprache. In der Tradition des Bauhauses und beeinflusst durch Industriedesigner wie Dieter Rams folgt die Form der Funktion, weniger ist mehr. Entsprechend sind die Gewohnheiten und Erwartungen der Autofahrer hierzulande. Wir lieben es übersichtlich. Wesentliche Elemente müssen so angeordnet sein, dass wir sie leicht finden und schnell bedienen können. Vor allem während der Fahrt.