Wirtschaft Corona-Pandemie führt bei Wafa Germany zu Werksschließung
Nach einer gescheiterten Sanierung in Eigenverwaltung schließt der Oberflächenspezialist Wafa Germany mit Sitz in Augsburg ihr Werk zum 31. Dezember 2020. Rund 200 Mitarbeiter verlieren ihren Arbeitsplatz.
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Wafa Germany, Experte für Oberflächentechnik mit Sitz in Augsburg, steht trotz Sanierungsmaßnahmen vor dem Aus. Bereits im November 2019 hatte das Unternehmen mit Umsatzrückgängen infolge der Absatzkrise in der Automobilindustrie zu kämpfen und Insolvenz angemeldet, um sich in Eigenverwaltung zu sanieren und neu aufzustellen.
Während der Sanierungsphase kam die Corona-Pandemie und hat die Lage erheblich verschärft. Nun steht der Spezialist für Spritzguss, Galvanik und Lackierung für die Automobilindustrie vor dem Aus, da kein Investor bereit war, im aktuell schwierigen Marktumfeld in das Unternehmen zu investieren.
Nachdem alle Optionen für eine Fortführungslösung gescheitert waren, hat sich die Geschäftsleitung in enger Abstimmung mit dem Gläubigerausschuss, den wesentlichen Kunden und der Gesellschafter auf eine Werksschließung zum 31.12.2020 verständigt. Rund 200 Beschäftigte verlieren ihren Arbeitsplatz. Nun sollen eigenen Angaben zufolge und in enger Absprache mit den Kunden noch die letzten Aufträge bis zum Ende des Jahres abgearbeitet werden
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„Wir haben alles versucht, um gemeinsam mit den Beteiligten eine tragfähige Zukunftslösung für die Wafa zu finden. Aber letztlich konnte unser Sanierungskonzept durch den unerwarteten Umsatzeinbruch aufgrund der Corona-Pandemie nicht mehr umgesetzt werden. Jetzt fehlen uns schlicht die Mittel. Eine Rettung ist unter diesen Umständen nicht mehr möglich“, sagt Mit-Geschäftsführer und Rechtsanwalt Markus Fröhlich, der als Sanierungsexperte die Geschäftsführer Martin Witte und Thomas Greiner unterstützt.
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