Nutzfahrzeuge Daimler Truck baut Brennstoffzellen-Lkw in Kleinserie

Von Thomas Günnel 2 min Lesedauer

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Daimler Truck wird eine Kleinserie schwerer Brennstoffzellen-Lkw bauen. Bund und Länder fördern das Projekt.

Daimler Trucks wird eine Kleinserie von Brennstoffzellen-Lkw bauen.(Bild:  Daimler Truck)
Daimler Trucks wird eine Kleinserie von Brennstoffzellen-Lkw bauen.
(Bild: Daimler Truck)

Daimler Truck wird eine Kleinserie von 100 Brennstoffzellen-Lkw bauen. Entstehen sollen die Trucks im Werk in Wörth, wo auch der batterieelektrisch angetriebene E-Actros entsteht. Voraussichtlich ab Ende 2026 sollen die Brennstoffzellen-Lkw zu den Kunden rollen.
Für die Entwicklung, die Kleinserienproduktion und den Kundeneinsatz, also Betrieb und Wartung, erhält Daimler Truck 226 Millionen Euro von Bund und Ländern. Konkret vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr und den Bundesländern Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.

Erste Brennstoffzellen-Trucks im täglichen Einsatz

Die Lkw werden auf dem Mercedes-Benz GenH2 Truck basieren. Diese testet Daimler Truck seit Juli mit fünf Pilotkunden in ihrem täglichen Einsatz. Daimler Truck hatte die jetzt bewilligten Fördermittel im Jahr 2022 unverbindlich in Aussicht gestellt bekommen – und folgend die ersten fünf Trucks gebaut.

Komponenten aus Werken in Deutschland

Wichtige Komponenten für die Brennstoffzellen-Lkw will Daimler Truck an deutschen Standorten herstellen, unter anderem in den Werken in Kassel und Mannheim. Die Brennstoffzellen sollen aus der Pilotproduktion des Joint Ventures Cellcentric in Esslingen kommen. Die Beschäftigten im Werk Gaggenau montieren diese zu einem Brennstoffzellen-System.
„Die Förderzusage für die Entwicklung und Kleinserienproduktion von 100 Brennstoffzellen-Lkw ist ein wichtiger Anschub für den Einsatz von Wasserstoff im Straßengütertransport. Diese Förderung ist deshalb nicht nur ein starkes Signal für Daimler Truck, sondern für die gesamte Nutzfahrzeugbranche“, kommentierte Vorständin Karin Rådström.

Europäisches Förderprojekt

Das Förderprojekt ist entstanden im Rahmen des IPCEI-Wasserstoff-Programms der Europäischen Union. „IPCEI“ bedeutet „Important Project of Common European Interest“. Die Gelder fließen in die Entwicklung der Fahrzeuge, den Aufbau und Betrieb der Brennstoffzellen-Lkw. Außerdem in Machbarkeitsstudien einer Wasserstofflieferkette und Produktionsanlagen und -prozesse.


Den Antrag zur Förderung von Brennstoffzellen-Lkw aus einer Kleinserie für den Fernverkehrseinsatz hatte Daimler Truck 2021 gestellt. Die jetzt gewährte Förderung umfasst laut des Lkw-Herstellers knapp zwei Drittel der Summe des förderfähigen Projektanteils. Den verbleibenden Teil für die Entwicklung des Brennstoffzellen-Lkw trägt Daimler Truck.

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