Continental

Der Smartphone Auto-Schlüssel

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Sichere Datenübertragung

Ein weiterer Vorteil ist das Schutzkonzept gegen unbefugte Datenabgriffe. Neben den üblichen Standards für SIM-Karten erfüllt das Continental-System auch die Vorgaben von Geld- und Kreditinstituten für den Online-Zahlungsverkehr. Zusätzlich erfolgt der Datenverkehr nur verschlüsselt – und auf kurze Distanz – zwischen Mobiltelefon und Fahrzeug. Im Smartphone besteht zwischen dem Security Element und der NFC-Schnittstelle eine direkte Verbindung, die laut Jansseune keinen Zugriff durch Hacker-Software erlaubt.

Der Projektleiter führt zusätzlich noch die Alltagstauglichkeit ins Feld. So sei der Fahrzeugstandort unkritisch, da die Kommunikation im Wesentlichen über das Mobiltelefon und nicht über das Fahrzeug laufe. Konventionelle Carsharing-Autos seien hingegen auf permanente GPS- und Mobilfunkverbindungen angewiesen und deshalb zwischen hohen Gebäuden, in Tiefgaragen und Parkhäusern nur schwer zu orten, an- oder abzumelden. Beim Flottenversuch in Toulouse funktionieren die Prozesse laut Jansseune sogar im fünften Tiefgeschoss einer Parkgarage, da die Prozeduren abgeschlossen werden, sobald der Fahrer samt Smartphone aus der „Unterwelt“ auftaucht und wieder Mobilfunkempfang hat.

Derzeit arbeiten die Entwickler an einer zweiten Produktgeneration, die noch dieses Jahr in einem weiteren Pilotprojekt mit mehreren hundert Fahrzeugen im Großraum Paris verfeinert werden soll. Auf Basis dieser Erfahrungen könnte der digitale Autoschlüssel von Continental dann etwa 2014 in Serie gehen.

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