E-Mobilität Li-Ionen-Akku: Forscher wollen Metallfolie ersetzen und Silizium-Anoden entwickeln

Von Marie-Madeleine Aust 1 min Lesedauer

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Die RWTH Aachen ist einem Projekt zur Batterieforschung beigetreten. Gemeinsam mit sieben weiteren Partnern sollen Verfahren entwickelt werden, mit denen sich Lithium-Ionen-Batterien effizienter produzieren lassen.

Das Batterieforschungsprojekt Revolect wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert.(Bild:  Volkswagen AG)
Das Batterieforschungsprojekt Revolect wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert.
(Bild: Volkswagen AG)

Der Lehrstuhl „Production Engineering of E-Mobility Components“ (PEM) der RWTH Aachen ist mit sieben Partnern aus Wissenschaft und Industrie in das Projekt „Revolect“ gestartet. Laut einer Pressemitteilung sollen die Akteure bis Ende August 2025 neue Techniken und Komponenten entwickeln, mit deren Hilfe sich Lithium-Ionen-Batterien effizienter und ressourcenschonender produzieren lassen.

„Lithium-Ionen-Batterien sind noch auf längere Sicht eine unverzichtbare Schlüsselkomponente für die Elektromobilität und das Gelingen der Energiewende“, sagt PEM-Leitungsmitglied Professor Heiner Heimes. Als Gründe nennt er eine hohe Energiedichte und Zyklenfestigkeit. Nun gelte es, das Potenzial der Akkus auszuschöpfen, indem ihre Komponenten und deren Produktionstechnik weiterentwickelt werden.

Zwei grundlegende Ansätze

Das Projekt verfolgt dafür zwei wesentliche Ansätze: den Ersatz der üblichen Metallfolien durch eine metallisierte Gewebestruktur und die Verwendung von Silizium als Anodenmaterial. Um dies zu erreichen, wollen die Projektpartner neuartige Elektroden mit leichtgewichtigen Stromsammlern auf Gewebebasis mit einer ressourcenschonenden Technik entwickeln.

Das Verfahren erfordere nicht nur einen geringeren Einsatz von Primärrohstoffen wie etwa Kupfer und Aluminium, sondern ermögliche gleichzeitig weitere Materialeinsparungen durch eine höhere Energiedichte, heißt es weiter in der Mitteilung.

Weiterhin soll der Lehrstuhl Prozesse zur Beschichtung der gewebebasierten Stromkollektoren mit Elektrodenmaterialien auf Slurry-Basis erarbeiten. Dazu soll unter anderem die Pilotanlage zur Zellproduktion auf die Verarbeitung der neuartigen Materialien adaptiert werden. Darüber hinaus untersucht die RWTH-Einrichtung die Auslegung und Produktion der Batteriezellen.

Die Projektpartner

Am Projekt beteiligt sind neben der RWTH Aachen das Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP, die Technische Universität Freiberg, die Technische Universität Dresden, die Porcher Industries Germany GmbH, die Elfolion GmbH, die Romonta GmbH und Customcells.

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