E-Mobilität Chinas E-Auto-Hersteller: Das Aussieben beginnt

Von Henrik Bork 4 min Lesedauer

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In China herrscht ein brutaler Wettbewerb im Markt für E-Autos, der einige Pleiten fordern wird. Doch auch weltweit schreiben Autohersteller mit der E-Auto-Produktion rote Zahlen. Das hat mehrere Gründe.

Der Autohersteller Nio soll Medienberichten zufolge jedes Neufahrzeug mit Verlust verkaufen. Der finanzielle Druck im gesamten E-Automarkt ist zuletzt stark gestiegen.(Bild:  Nio)
Der Autohersteller Nio soll Medienberichten zufolge jedes Neufahrzeug mit Verlust verkaufen. Der finanzielle Druck im gesamten E-Automarkt ist zuletzt stark gestiegen.
(Bild: Nio)

Der Preiskrieg im chinesischen Markt für E-Autos ist brutal. „Einen Ozean aus Rot“ nennt es der japanische Zulieferer Nidec. Je mehr er produziere, desto größer würden seine Verluste. Die meisten Hersteller von Elektrofahrzeugen – mit ganz wenigen Ausnahmen – schreiben rote Zahlen. Und dieser Absturz der Profitabilität einer ganzen Branche breitet sich zurzeit weltweit aus. Vor einem industrieweiten „Blutbad“ warnt der Stellantis-CEO Carlos Tavares, sollte der von Tesla begonnene Preiskrieg weiter um sich greifen. Auch Teslas Profite sind seinem jüngsten Finanzbericht zufolge stark geschrumpft.

Bei Nidec können die Preise für seine E-Motoren inzwischen nicht einmal mehr die Produktionskosten decken. Der Mitgründer Shigenobu Nagamori gab dem mörderischen Wettkampf in China die Schuld, als er kürzlich eine Verringerung der operativen Einnahmen in 2024 um 20 Prozent bekannt geben musste. „Je mehr wir herstellen, umso mehr wachsen unsere Verluste.“ Nagamori ist sich sicher: „Unsere Kunden und unsere Konkurrenten, alle schreiben sie rote Zahlen.“