Alternative Kraftstoffe „Der aktuelle Entwurf der EU konterkariert den Einsatz von E-Fuels“

Von Claus-Peter Köth 7 min Lesedauer

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Für Ralf Diemer, Geschäftsführer der „eFuel Alliance“, sind E-Fuels unverzichtbar, um die Klimaziele zu erreichen. Er erklärt den aktuellen Stand der Gesetzgebung in Brüssel und skizziert die Chancen für alternative Kraftstoffe – auch außerhalb Europas.

Ralf Diemer, Geschäftsführer eFuel Alliance.(Bild:  eFuel Alliance e.V.)
Ralf Diemer, Geschäftsführer eFuel Alliance.
(Bild: eFuel Alliance e.V.)

Herr Diemer, im Zuge der IAA Mobility fand die 1. E-Fuels-Konferenz statt. Sie hat die Debatte um das Für und Wider von E-Fuels neu belebt. Wie bewerten Sie die Ergebnisse?

Ralf Diemer: Die Einladung von Verkehrsministern der G7, der EU und aus aller Welt trägt der globalen Herausforderung Rechnung, vor der wir beim Aufbau einer globalen Wertschöpfungskette für klimafreundliche Kraftstoffe stehen. Der Hochlauf der industrialisierten Produktion von E-Fuels wird nur gelingen, wenn wir einerseits in der EU das richtige regulatorische Umfeld schaffen. Andererseits müssen wir Europäer ein globales Netzwerk von Produktionsstätten in den Regionen unterstützen, in denen diese Kraftstoffe besonders günstig, aufgrund kostenarmer Erzeugung erneuerbarer Energie, in großen Mengen hergestellt werden können. Die Tatsache, dass diese Konferenz erstmals stattfand, ist Wert an sich. Jetzt gilt es, das Eisen zu schmieden und dafür zu sorgen, dass diese Themen weiterverfolgt werden.