Synthetische Rohstoffe Europas größte E-Fuels-Anlage in Betrieb

Von Thomas Günnel 1 min Lesedauer

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In Frankfurt-Höchst hat Europas aktuell größte Produktionsanlage für E-Fuels den Betrieb aufgenommen. Hier entsteht außerdem synthetisches Rohöl, das zum Beispiel nachhaltige Kunststoffe ermöglicht.

In Frankfurt-Höchst hat das Unternehmen Ineratec eine Anlage für die Produktion von E-Fuels in Betrieb genommen.(Bild:  Ineratec)
In Frankfurt-Höchst hat das Unternehmen Ineratec eine Anlage für die Produktion von E-Fuels in Betrieb genommen.
(Bild: Ineratec)

Ineratec hat Anfang Juni die Power-to-Liquid-Anlage „ERA ONE“ in offiziell in Betrieb genommen. Hier entstehen E-Fuels E-Chemikalien. Die Anlage in Frankfurt-Höchst ist laut Betreiber die größte ihrer Art in Europa – bis zu 2.500 Tonnen CO2-neutrale E-Fuels sollen jährlich entstehen. Den Betrieb hatte der Betreiber vor wenigen Wochen aufgenommen. Ineratec will die Produktionskapazitäten der Anlage bis 2030 vervielfachen. Das ist laut Unternehmen notwendig, um regulatorische Vorgaben zu erfüllen: etwa die der „ReFuelEU Aviation“-Verordnung. Sie legt verbindliche Quoten für nachhaltige Flugkraftstoffe fest.

Nachhaltige Kunststoffe aus CO2 und Wasserstoff

In der Anlage stellt Ineratec synthetisches Rohöl her – mit CO2 aus biogenen Quellen und grünem Wasserstoff. Das Rohöl lässt sich weiterverarbeiten zu nachhaltigem Flugkraftstoff oder E-Diesel. Außerdem kann es als Basischemikalie dienen, um damit nachhaltige Kunststoffe herzustellen. Die beiden Ausgangsstoffe für die Anlage kommen laut Betreiber direkt aus dem Industriepark: Das CO2 stammt aus einer Biogasanlage, die Abfälle recycelt. Der Wasserstoff ist ein Nebenprodukt einer Chlorproduktion. Die E-Fuels sind laut Ineratec „drop-in ready“ – also ohne Anpassungen in bestehenden Systemen einsetzbar.

Finanzmittel von Investoren

Möglich ist die Anlage, weil sich etliche Unternehmen an der Finanzierung beteiligen. die Europäische Investitionsbank etwa steuert 40 Millionen Euro als Darlehen bei, das Investitionsunternehmen Breakthrough Energy Catalyst schießt weitere 30 Millionen Euro zu. Das Bundesumweltministerium fördert das Projekt im Umweltinnovationsprogramm. Weitere Investoren sind unter anderem Piva Capital, HG Ventures, TDK Ventures, Copec Wind Ventures, Rock Creek, Emerald, Samsung Ventures, Engie New Ventures, Safran Corporate Ventures und Honda.

Über Ineratec

Ineratec mit Sitz in Karlsruhe produziert E-Fuels und E-Chemikalien für die Luftfahrt, die Schifffahrt und die chemische Industrie. Die modularen, skalierbaren Anlagen nutzen erneuerbaren Wasserstoff und biogenes CO2, um synthetisches Kerosin, Benzin, Diesel, Wachse, Methanol oder Erdgas herzustellen.

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