Elektrische Nutzfahrzeuge Bund beginnt Aufbau von Lkw-Schnellladenetz

Von Thomas Günnel 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Knapp drei Gigawatt Netzleistung und etwa 350 Ladepunkte: Das sind die Rahmendaten des Ladenetzes für schwere E-Nutzfahrzeuge, das der Bund ab sofort errichtet.

Entlang deutscher Autobahnen will der Bund 350 Schnellladestationen für schwere elektrisch angetriebene Lkw installieren.(Bild:  Volvo Trucks)
Entlang deutscher Autobahnen will der Bund 350 Schnellladestationen für schwere elektrisch angetriebene Lkw installieren.
(Bild: Volvo Trucks)

Ein flächendeckendes Netz von Schnell-Ladestationen für schwere E-Lastkraftwagen an Autobahnen: Für dieses Projekt haben Wirtschaftsminister Robert Habeck und Verkehrsminister Volker Wissing am 3. Juni gemeinsam mit den hauptverantwortlichen Netzbetreibern und dem Branchenverband BDEW das offizielle „Go!“ gegeben.

Konkret heißt das: An etwa 350 bewirtschafteten und unbewirtschafteten Standorten soll eine E-Lkw-taugliche Schnellladeinfrastruktur entstehen. Geplant sind rund 1.800 Megawatt-Ladepunkte und rund 2.400 CCS-Ladepunkte. Los geht´s mit dem Verteilnetz, also den Netzanschlüssen. Das realisiert der BDEW. Für den Aufbau der Ladesäulen an unbewirtschafteten Rastanlagen soll im Spätsommer 2024 eine Ausschreibung folgen.

„Wir schaffen jetzt die Voraussetzungen dafür, dass die Mobilitätswende auch den Straßengüterverkehr erreicht“, sagte Habeck. Ziel sei, dass Lkw ausschließlich mit Grünstrom fahren. „Dafür bestehen gute Voraussetzungen, denn mehr als die Hälfte des Stroms wird jetzt erneuerbar erzeugt.“

Erneuerbare Energie deckt mehr als die Hälfte des Stromverbrauchs

Der Minister bezog sich dabei auf vorläufige Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg, ZSW, und des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft, BDEW. Demnach deckten im ersten Halbjahr 2024 erneuerbare Energien rund 58 Prozent des deutschen Bruttoinlandstromverbrauchs.

„Die Gesamtmenge der Netzleistung, die dann zur Verfügung gestellt wird, beträgt mit diesen 350 Punkten 2,8 Gigawatt – in alter Rechnung drei Atomkraftwerke – verteilt über die Bundesrepublik Deutschland“, beschrieb Habeck laut der Deutschen Presse-Agentur das Projekt.

Volker Wissing verwies auf die Planungssicherheit für das Industrie- und Transportgewerbe. „Wir beschreiten neue Versorgungsmaßstäbe bei der Ladeleistung: Laden im Megawatt-Bereich, direkt an der Autobahn, wird damit zum technischen Standard und operativen Alltag“, sagte der Bundesminister für Digitales und Verkehr. Einen Termin wann das Lkw-Ladenetz fertiggestellt sein wird, nannte Wissing nicht.

Infrastrukturplan für Nutzfahrzeuge

Mit dem Plan „Ladeinfrastruktur II“ hat die Bundesregierung erstmals für Elektro-Lkw Maßnahmen beschlossen, die die Installation einer Ladeinfrastruktur garantieren. Dazu gehört der Aufbau eines Schnellladenetzes entlang der Bundesautobahnen in Deutschland.

Der Ausbau des Verteilnetzes erfolgt nach Anträgen auf Netzanschluss beim Netzbetreiber, der Aufbau der Ladesäulen initiiert durch Förderausschreibungen. Die Autobahn GmbH des Bundes hat laut einer Mitteilung für die ersten Standorte bereits Netzanschlussbestellungen ausgelöst.

(ID:50085171)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung