Ladeinfrastruktur Baden-Württemberg schreibt 80 Lkw-Ladepunkte aus

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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Baden-Württemberg fördert den Aufbau eines Ladenetzes für E-Lkw. An 21 Standorten im Straßennetz sollen mindestens 80 Lkw-Ladepunkte entstehen.

Baden-Württemberg hat die Ausschreibung für 80 neue Lkw-Ladepunkte gestartet.(Bild:  Daimler Truck AG)
Baden-Württemberg hat die Ausschreibung für 80 neue Lkw-Ladepunkte gestartet.
(Bild: Daimler Truck AG)

Das Land Baden-Württemberg will, dass im Jahr 2030 jede zweite Tonne im Güterverkehr klimaneutral transportiert wird. Beim Güterverkehr auf der Straße steht dabei die Förderung klimafreundlicher Antriebe im Vordergrund. Der Förderaufruf „Basisladenetz für öffentliches Laden von E-Lkw im regionalen Straßennetz“, BASE, soll das Projekt voranbringen. „Das Land setzt den Impuls, den die Anbieter nutzen können“, erklärt Verkehrsminister Winfried Hermann. „Nur mit breiter Unterstützung der Wirtschaft kann das Klimaschutzziel erreicht werden. Die Elektrifizierung der Lkw-Flotte im Land hat hohe Priorität – ihr Anteil am Kohlendioxid-Ausstoß ist enorm. Obwohl Lkw weniger als zwei Prozent der Fahrzeuge auf europäischen Straßen ausmachen, sind sie für gut ein Drittel des Kohlendioxidausstoßes verantwortlich. Mit BASE fördern wir ein flächendeckendes Basis-Ladenetz für E-Lkw.“

Wettbewerbliches Verfahren

BASE unterstützt den Ausbau öffentlicher Ladeinfrastruktur für schwere Elektro-Nutzfahrzeuge ab 7,5 Tonnen. Ziel ist es, neue Ladepunkte zu errichten, die mit erneuerbarem Strom aus dem Netz versorgt werden oder mit vor Ort erzeugtem regenerativem Strom. Die Förderung erfolgt im Rahmen eines wettbewerblichen Verfahrens. Unternehmen und Bieterkonsortien haben die Möglichkeit, sich für insgesamt drei Lose in Baden-Württemberg zu bewerben. Die drei Gewinner des Verfahrens haben Aussicht auf jeweils bis zu vier Millionen Euro Förderung.

Den Losen sind jeweils sieben geographisch abgegrenzte Gebiete, sogenannte Suchräume, zugeteilt, innerhalb derer jeweils ein Lade-Standort eingerichtet werden soll. An jedem Standort sind mindestens vier Lkw-Ladestellen vorgesehen, die öffentlich zugänglich sind. Die Ladestellen sollen mit schnellen DC-Ladepunkten nach CCS-Standard ausgestattet sein. Für jedes der drei Gebiete kann nur ein Unternehmen oder Bieterkonsortium die Fördermittel erhalten.

Transformation im Straßengüterverkehr

In den letzten Jahren haben zahlreiche Speditions- und Logistikunternehmen in Baden-Württemberg bereits firmeneigene Ladeinfrastruktur aufgebaut und Fahrzeugflotten auf batterieelektrische Lkw umgestellt. Damit wurde und wird ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Das Ministerium für Verkehr unterstützt diese Bemühungen seit Ende 2024 mit zwei Förderprogrammen, die den Fokus auf die Anschaffung emissionsfreier Nutzfahrzeuge und die dazugehörige Ladeinfrastruktur legen. Die Programme sollen dem Speditionsgewerbe im Land Unterstützung beim Einhalten der EU-Klimavorgaben bereitstellen. Anträge können weiterhin gestellt werden beim Ladeinfrastruktur-Programm TruckCharge@BW.

 (se)

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