Zellchemie LFP-Zellen immer gefragter

Von Holger Holzer/SP-X 1 min Lesedauer

Die chinesischen Autohersteller haben schon früh auf LFP-Batterien gesetzt. Mittlerweile hat sich das kostengünstige Material in vielen Bereichen durchgesetzt.

Auch der Renault Mégane ist seit dem Lifting mit LFP-Option zu haben(Bild:  Renault)
Auch der Renault Mégane ist seit dem Lifting mit LFP-Option zu haben
(Bild: Renault)

In E-Autos und in stationären Speichern kommen immer häufiger kostengünstige LFP-Batterien zum Einsatz. Nach Zahlen des koreanischen Marktforschers SNE Research entfielen im Jahr 2025 gut 70 Prozent der weltweit ausgelieferten Kathodenmaterialien für Lithium-Ionen-Akkus auf LFP (Lithium-Eisenphosphat). Im Vorjahr hatte der Anteil noch bei fast 65 Prozent gelegen. Konkurrierende Materialien wie NMC (Nickel, Mangan, Kobalt) und NCA (Nickel, Kobalt, Aluminium) kamen im vergangenen Jahr zusammen auf 28 Prozent Marktanteil.

LFP-Zellen sind günstiger und thermisch robuster, haben aber eine geringere Energiedichte als viele Nickel-Mangan-Kobalt-Zellen und kommen deshalb besonders häufig in preisgünstigeren Elektroautos mit geringerer Reichweite zum Einsatz. Chinesische Hersteller nutzen LFP bereits intensiv, bei westlichen Autobauern ist es zunehmend in Einstiegsmodellen zu finden. Getrieben wird der LFP-Boom allerdings nicht allein vom Elektroauto. SNE verweist auf den stark wachsenden Markt für stationäre Batteriespeicher, etwa im Zusammenhang mit dem steigenden Strombedarf von Rechenzentren.

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Insgesamt wurden laut SNE Research 2025 knapp fünf Millionen Tonnen Kathodenmaterial ausgeliefert, 34 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Nachfrage lag bei knapp 4,8 Millionen Tonnen und damit 42 Prozent über dem Vorjahresniveau. LFP kam auf fast 3,5 Millionen Tonnen. Größter Anbieter über alle Chemien hinweg war Hunan Yuneng mit 1,14 Millionen Tonnen.

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