Fahrwerk Schaeffler testet nasslaufende Lamellenbremse

Von Thomas Günnel 1 min Lesedauer

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Schaeffler testet eine nasslaufende Lamellenbremse im Renntaxi auf dem Nürburgring. Das System ist wartungsfrei und emittiert keinen Bremsstaub.

Die Nassbremse soll in einer hochintegrierten Einheit verbaut sein, zusammen mit E-Achse und Öl-/Kühlkreis.(Bild:  Schaeffler)
Die Nassbremse soll in einer hochintegrierten Einheit verbaut sein, zusammen mit E-Achse und Öl-/Kühlkreis.
(Bild: Schaeffler)

Schaeffler testet am Wochenende 14. bis 16. August bei der Deutschen Tourenwagenmeisterschaft eine nasslaufende Lamellenbremse. In einem Audi R8 LMS GT2 der als Renntaxi fährt, ist das System als Vorstudie für den Serieneinsatz eingebaut. Die Bremse erzeugt keinen Bremsenfeinstaub und ist auf einen wartungsfreien Betrieb ausgelegt.

Montiert ist die Nassbremse in die Räder der Hinterachse des Autos. Äußere Einflüsse auf die Bremse, zum Beispiel Nässe, führen nicht mehr zu Korrosion. Das soll stabile Reibwertverhältnisse und konstante Performance ermöglichen. Im Renntaxi ist die Herausforderung, die hohen Wärmeleistungen der gekapselten Hinterradbremse abzuführen. Dafür hat Schaeffler nach eigenen Angaben ein spezifisches Thermomanagement mit hydraulischen Druck- und Saugpumpen und mehreren Wärmetauschern entwickelt. 

Die Nassbremse ist laut Hersteller emissions-, geräusch- und wartungsfrei.(Bild:  Schaeffler)
Die Nassbremse ist laut Hersteller emissions-, geräusch- und wartungsfrei.
(Bild: Schaeffler)

„Das konkrete System im Innovationstaxi ist eine spezielle Motorsportlösung. Unter den hochdynamischen Einsatzbedingungen sind sehr hohe Kühlleistungen pro Bremse erforderlich“, erläutert Andreas Wassmer, Leiter Konzeptfahrzeugentwicklung bei Schaeffler. Die daraus abgeleiteten Daten und Erfahrungen sollen die Basis bilden für die Auslegung einer Beölungsstrategie künftiger E-Achsen mit integriertem Bremssystem.

Klassische Bremsen ersetzen

Ziel der Entwicklung ist eine Systemeinheit für elektrische Achsen in der Bremse, Aktuator und Öl-/Kühlkreis integriert sind. Langfristig könnte das System laut Schaeffler klassische Stahl- oder Trommelbremsen in geeigneten Anwendungen ersetzen. Ein erstes Konzeptfahrzeug mit integrierter Lamellenbremse stellte der Zulieferer beim Schaeffler Automotive Symposium vor rund einem Jahr vor. Während der Tourenwagenmeisterschaft ist der Prototyp öffentlich zu sehen und zu erleben.

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