Bilanz 2025 EDAG mit Verlust und gesunkenem Umsatz

Von Sven Prawitz 2 min Lesedauer

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EDAG hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Verlust von über 40 Millionen Euro abgeschlossen. Der Umsatz sank um 13 Prozent. Der EDL hat in Deutschland jede fünfte Stelle abgebaut.

Gesunkene Umsätze und hohe Abschreibungen belasten die Bilanz 2025 des Entwicklungsdienstleister EDAG.(Bild:)
Gesunkene Umsätze und hohe Abschreibungen belasten die Bilanz 2025 des Entwicklungsdienstleister EDAG.
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Die EDAG Engineering Group hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Jahresverlust von 43,7 Millionen Euro abgeschlossen. Wie das Unternehmen weiter mitteilt, ging der Umsatz ging um 13 Prozent auf 714 Millionen Euro zurück. Das bereinigte EBIT lag bei minus 12,9 Millionen Euro, was einer bereinigten EBIT-Marge von minus 1,8 Prozent entspricht.

Das Berichtsjahr war laut EDAG von einem anhaltend schwierigen Marktumfeld in der Automobilindustrie, geopolitischen Unsicherheiten sowie einer spürbaren Investitionszurückhaltung vieler Kunden geprägt. Der Auftragseingang belief sich im Geschäftsjahr 2025 auf etwas unter 690 Millionen Euro und lag nach Unternehmensangaben deutlich unter dem Vorjahresniveau. Alle drei Segmente – Vehicle Engineering, Industry und Productions Solutions – belasteten Projektverschiebungen und reduzierte Abrufe aus bestehenden Rahmenverträgen großer OEMs und Systemlieferanten. Die schwächere Nachfrage aus der Mobilitätsindustrie konnte nur teilweise durch Projekte in anderen Industrien kompensiert werden.

Wachstum außerhalb der Autoindustrie

Der Umsatz mit Kunden außerhalb der Mobilitätsindustrie wuchs gegenüber dem Vorjahr um rund 21 Prozent auf ungefähr 100 Millionen Euro. Der Umsatz aus dem Verteidigungssektor habe sich verdreifacht. Allerdings auf einem niedrigen Niveau; der Anteil entsprach 2025 drei Prozent der Gesamterlöse.

In den Segmenten Vehicle Engineering und Electrics/Electronics war der Ergebnisrückgang ursächlich auf einen Umsatzrückgang beziehungsweise Unterauslastung im Mobility-Bereich zurückzuführen. Während das bereinigte EBIT bei Production Solutions insbesondere durch ein Großprojekt mit einer Wertberichtigung in Höhe von insgesamt 15 Millionen Euro deutlich belastet wurde. Das größte Segment Vehicle Engineering erwirtschaftete trotz geringerer Auslastung einen positiven EBIT-Beitrag.

Restrukturierungskosten von 30 Millionen Euro

Vor dem Hintergrund von Unterauslastung hat die EDAG Group nach 2024 auch im Jahr 2025 ein Restrukturierungsprogramm umgesetzt. Die hierfür angefallenen Kosten beliefen sich auf rund 30 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2025 – nach rund 35 Millionen Euro im Vorjahr.

Parallel wurde der Ausbau der Global-Delivery-Standorte, vorwiegend in Indien, beschleunigt sowie Ressourcen für stärkeres Wachstum mit Kunden in Auslandsmärkten weiter aufgebaut. Zum Ende des Geschäftsjahres 2025 beschäftigte die EDAG Group weltweit 8.300 Mitarbeiter und damit etwa 800 weniger als im Vorjahr. Der Stellenabbau in Deutschland läuft teilweise noch aufgrund der Kündigungsfristen. Insgesamt sind hierzulande laut Unternehmen ein Fünftel der ehemals über 6.000 Stellen betroffen. Strukturell erwartet EDAG eine jährliche Einsparung in Höhe von rund 90 Millionen Euro aus diesen Maßnahmen.

Ausblick: Bis zu drei Prozent EBIT-Marge

Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet die EDAG Group weiterhin ein anspruchsvolles Marktumfeld. Entsprechend wird von einer Umsatzentwicklung im Korridor zwischen minus und plus fünf Prozent ausgegangen. Gleichzeitig rechnet EDAG wieder mit einem positiven bereinigten EBIT von bis zu rund drei Prozent. Die geplanten Investitionen sollen sich im Rahmen von rund zwei bis drei Prozent bewegen.

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