Schweinfurter Wälzlagerherstellers FAG Ergebnis von FAG Kugelfischer von INA-Übernahme belastet
Die vergebliche Abwehrschlacht gegen die Übernahme durch den Konkurrenten INA hat das von FAG Kugelfischer im abgelaufenen Geschäftsjahr gedrückt.
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Die letztlich vergebliche Abwehrschlacht gegen die Übernahme durch den Konkurrenten INA hat das Ergebnis des Schweinfurter Wälzlagerherstellers FAG Kugelfischer im abgelaufenen Geschäftsjahr gedrückt.
Kosten von 21,5 Millionen Euro für die sechs Wochen dauernde Kampagne gegen die feindliche Übernahme und Aufwendungen für das Aktienoptionsprogramm hätten das operative Ergebnis belastet, teilte FAG am Mittwoch in Schweinfurt mit. So sei der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 24 Prozent auf 98 Millionen Euro gefallen. Das Ergebnis vor Steuern sei mit 69 Millionen Euro um 26 Prozent niedriger ausgefallen als im Vorjahr.
Wegen niedrigerer Steueraufwendungen habe sich der Gewinn nach Steuern jedoch um rund 20 Prozent auf 57 Millionen Euro erhöht. Der Umsatz legte unter anderem wegen der schwachen Konjunktur im zweiten Halbjahr nur leicht um 0,6 Prozent auf 2,224 Milliarden Euro zu. Eine Dividende soll für 2001 nicht gezahlt werden.
FAG begründete den Verzicht auf die Ausschüttung einer Dividende mit den Sonderaufwendungen, wegen der in der Obergesellschaft FAG Kugelfischer Georg Schäfer AG nur 3,1 Millionen Euro Jahresüberschuss erzielt worden seien. Der Betrag solle auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Ohne die Sondereinflüsse wäre das Ebit 2001 um 5,6 Prozent gestiegen, teilte FAG weiter mit. Der Gewinn vor Steuern hätte den Wert des Vorjahres sogar um 14,5 Prozent übertroffen.
Ende Dezember hatte INA von der US-Kartellbehörde FTC grünes Licht für die Übernahme von FAG Kugelfischer erhalten, nachdem diese bereits zuvor die Europäische Kommission genehmigt hatte. INA besitzt FAG zufolge derzeit 89,6 Prozent des Aktienkapitals an dem Schweinfurter Wälzlagerhersteller. Die freien Aktionäre könnten freiwillig ihre Aktien weiter zum Preis von zwölf Euro an INA übertragen. Am Mittwoch notierte die FAG-Aktie mit 13,30 Euro deutlich über dem Übernahmeangebot.