Rücker Ermittlungen gegen Rücker
Auf Grund des Verdachts von Marktmanipulationen beim Kauf der intro GmbH im Juni letzten Jahres ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den Entwicklungsdienstleister.
Wie Börse Online berichtet, hat unter anderem die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) Anzeige wegen des Verdachts der Marktmanipulation auf Grund falscher Unterrichtung des Kapitalmarktes im Laufe des Jahres 2002 gegen das Wiesbadener Unternehmen erstattet. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt leitete daraufhin ein Ermittlungsverfahren gegen die damaligen Vorstandsmitglieder Wolfgang Rücker, Hermann Burst, Rainer Paulsen und Jürgen Vogt ein.
Die BaFin bestätigte gegenüber dem Anlegermagazin, dass es dabei um Vorgänge rund um die Anfechtung des Kaufs der Tochtergesellschaft intro GmbH am 12. Juni 2002 geht. Außerdem ist bei der Staatsanwaltschaft Wiesbaden ein Ermittlungsverfahren wegen versuchten Betrugs gegen den Rücker-Vorstandschef Wolfgang Rücker anhängig. Die Staatsanwaltschaft Wiesbaden bestätigte gegenüber dem Magazin, dass "Sicherungsmaßnahmen" bei einer Durchsuchung der Geschäftsräume durchgeführt wurden.
Rücker hatte am 28. Januar 2002 ein auf den 20. Dezember 2001 datiertes Schreiben vorgelegt, in dem er mit Hinweis auf Garantien aus dem Kaufvertrag der Beteiligung an intro eine Rückabwicklung forderte. Die Gewährleistungsfrist war am 30. Dezember 2001 abgelaufen. Gegenüber Börse Online räumte Rücker ein, dass das Schreiben rückdatiert worden sei.
Er habe damit ein inhaltsgleiches, älteres Schreiben rekonstruiert, sagte der Vorstandschef. Das Unternehmen ist mit knapp 2.000 Mitarbeitern einer der größten europäischen Entwicklungsdienstleister für die Automobilindustrie.