Industrieroboter Roboterhersteller Estun expandiert nach Europa

Von Thomas Günnel 2 min Lesedauer

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Estun expandiert nach Europa. Im Management des Roboterherstellers sitzen ehemalige Geschäftsführer von Kuka und Fanuc.

Das chinesische Automatisierungsunternehmen Estun ist seit August mit einer Tochtergesellschaft im europäischen Robotermarkt aktiv. (Symbolbild)(Bild:  © ckybe - stock.adobe.com / KI-generiert)
Das chinesische Automatisierungsunternehmen Estun ist seit August mit einer Tochtergesellschaft im europäischen Robotermarkt aktiv. (Symbolbild)
(Bild: © ckybe - stock.adobe.com / KI-generiert)

Estun Automation expandiert nach Europa. Der chinesische Roboterhersteller gehört in seinem Heimatland China zu den größten drei am Markt. Anfang August 2024 wurde das Unternehmen in Europa mit einer eigenen Tochtergesellschaft aktiv: der Estun Robotics Europe AG. President & CEO des Unternehmens ist Gerald Mies – ein Bekannter der Branche.

Mies war zuletzt President und CEO der Kuka Systems in Augsburg. Zuvor war er mehr als 20 Jahre als Geschäftsführer bei europäischen Roboterherstellern und Anlagenbauern aktiv, darunter beim Maschinenbauer FFG Europe & Americas, beim Schweißtechnikanbieter Carl Cloos und beim Roboterhersteller Fanuc Europe.

Von Fanuc schließen sich Mies weitere Vorstände für Estun Robotics Europe an. Vizepräsident ist Konrad Grohs. Er war bis Mai 2024 als Director IoT Business Europe bei Fanuc aktiv. Grohs ist gleichzeitig CEO der Estun Robotics Central Europe. Marco Delaini war bis Februar 2024 General Manager für Fanuc Italia. Jetzt ist er ebenfalls Vizepräsident der Estun Robotics Europe und zusätzlich CEO der Estun Robotics for South of Europe.

Zweiter auf dem chinesischen Roboter-Markt

In China hält Estun nach Fanuc den größten Marktanteil bei Robotern. Das Produktportfolio des Unternehmens ist vielfältig: 76 Modelle mit Traglasten zwischen drei und 700 Kilogramm, inklusive kollaborativer Roboter, Scaras – „selective compilance assembly robot arm“, der Roboterarm ähnelt einem menschlichen Arm – und Reinraumversionen. Mit den Robotern rüstet der Hersteller zum Beispiel den Automobilhersteller BYD aus. Außerdem ist Estun aktiv in der Photovoltaik, der Produktion von Lithium-Akkus, hier zum Beispiel bei CATL, und in der Blechverarbeitung.

Gerald Mies war Juli 2024 President und CEO der Kuka Systems in Augsburg.(Bild:  Estun Automation)
Gerald Mies war Juli 2024 President und CEO der Kuka Systems in Augsburg.
(Bild: Estun Automation)

Estun-Standorte gibt es laut Unternehmen bisher in neun europäischen Ländern. Starten will Gerald Mies mit einem Fullservice-Programm: „Als Hersteller orientieren wir uns an den hiesigen Gegebenheiten und werden ein starkes Preis-Leistungs-Niveau bieten.“ Dazu gehören eine hohe Verfügbarkeit, Lieferfähigkeit, Service und das Ersatzteilgeschäft. „Mit unserem Angebot sind wir schon sehr europäisch ausgerichtet“, sagte Mies laut einer Mitteilung des Unternehmens.

Über Estun

Estun wurde im Jahr 1993 im chinesischen Nanjing gegründet, 2011 gründete Chairman und Mehrheitseigner Bob Wu die Robotersparte. Zehn Jahre später überschritt die Sparte die Marke von 10.000 verkauften Einheiten. Neben der Robotik betreibt Estun die Geschäftsbereiche „Automation und Motion Control“ und „Digitale Produkte und Services“.

Estun beschäftigt heute rund 3.800 Menschen, davon über 1.100 in Forschung und Entwicklung. Mehr als zehn Prozent des Umsatzes investiert das Unternehmen in Forschung und Entwicklung.

Das Unternehmen ist an der Börse in Shenzen gelistet. Erste Aktivitäten in Europa zeigte Estun schon im Jahr 2019 mit der Übernahme der Carl Cloos Schweißtechnik GmbH mit Sitz im hessischen Haiger. Deren Umsatz verdoppelte sich laut Estun anschließend mit teilweise zweistelligen jährlichen Wachstumsraten.

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