Handel EU und China: Mindestpreis statt Zölle für E-Autos

Von Thomas Günnel 1 min Lesedauer

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Die Europäische Kommission bietet China eine Alternative zu Zöllen auf E-Autos: Mindestpreise. Das soll den Handel vereinfachen.

Chinesische Hersteller könnten in der EU künftig einen Mindestpreis für ihre E-Autos verlangen – und so Zölle vermeiden.(Bild:  Xpeng)
Chinesische Hersteller könnten in der EU künftig einen Mindestpreis für ihre E-Autos verlangen – und so Zölle vermeiden.
(Bild: Xpeng)

Die EU-Kommission hat Leitlinien für die Preise chinesischer Elektroautos erstellt. Sie richten sich an chinesische Exporteure von Modellen, die derzeit Ausgleichszöllen unterliegen. Der Kernpunkt ist ein Mindestimportpreis, der je Modell und Ausstattung gilt. Maßgeblich sind die Verkaufspreise beim Verkauf an den ersten unabhängigen Kunden in der EU.

Das Angebot muss vier Kriterien erfüllen: es muss die schädlichen Subventionseffekte neutralisieren, praktikabel sein, Quersubventionen vermeiden und zur EU-Politik passen. Der EU-Kommission ist wichtig, dass die Vorgänge überwachbar sind. Heißt: Unternehmen müssen eine transparente Buchhaltung vorhalten und entsprechende Dokumente.

Die vollständigen Leitlinien mit allen Anforderungen und Möglichkeiten bietet die EU-Kommission zum Download an: „Guidance document on submission of price undertaking offers“

Volkswagen warnt vor Zoll-Auswirkungen

Ende des Jahres 2025 hatte Volkswagen bei der EU „eine jährliche Importquote und einen Mindestpreismechanismus“ ins Spiel gebracht. Das teilt die Nachrichtenagentur Reuters mit. Demnach hatte die VW-Tochter Seat/Cupra davor gewarnt, dass Zölle ihr Geschäft ernsthaft bedrohen. Der Automobilhersteller baut im chinesischen Werk Anhui den vollelektrischen Tavascan.

Aktuell gelten auf E-Autos die aus China nach Europa exportiert werden Zölle von bis zu rund 35 Prozent. Laut der Nachrichtenagentur begrüßt das chinesische Handelsministerium die vorgelegten Leitlinien „im Großen und Ganzen“.

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