Battery Manufacturing Day 2025
„Wir müssen an die europäische Batterieindustrie glauben“

Von Gerd Scholz 5 min Lesedauer

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Wie kann eine Batterieproduktion in Europa trotz der chinesischen Übermacht wirtschaftlich betrieben werden? Das diskutierten die Teilnehmer des Battery Manufacturing Day 2025 in Karlsruhe.

Sascha Kleinert, Accumotive-CEO, eröffnete den Battery Manufacturing Day: „Mein Werk wird keine Batterie verlassen, die nicht iO ist“, sagte er in seinem Vortrag über die Mercedes-Batteriefertigung in Kamenz.(Bild:  Eidens-Holl)
Sascha Kleinert, Accumotive-CEO, eröffnete den Battery Manufacturing Day: „Mein Werk wird keine Batterie verlassen, die nicht iO ist“, sagte er in seinem Vortrag über die Mercedes-Batteriefertigung in Kamenz.
(Bild: Eidens-Holl)

Die gemeinsame Tagung von „Automobil Industrie“ und „MM Maschinenmarkt“ zog auch in diesem Jahr wieder etwa 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach Karlsruhe. Sie tauschten sich dort zwei Tage lang über die wichtigsten Trends rund um die Batterieproduktion aus.

In Europa gebaute Batteriefahrzeuge werden fast immer mit Zellen aus China, teils aus Südkorea ausgestattet. Bis 2030 will die EU eigentlich zu 90 Prozent autark sein. Das dürfte nicht klappen sagte Tim Wicke. Wie der Wissenschaftliche Mitarbeiter des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI erläuterte, wird von den bis 2030 angekündigten Zellfabriken wohl nur etwa ein Drittel „sehr wahrscheinlich“ realisiert (642 GWh). Damit ließe sich der europäische Bedarf zu mindestens 50 bis 60 Prozent decken.