Suchen

Fullsize-SUV

Fahrbericht Chevrolet Tahoe: Viel!

Seite: 2/3

Firmen zum Thema

Entertainment pur

Wie der König seinem Volk ist man als „King of the Road“ auch im Tahoe seiner Welt seltsam entrückt. Man fährt gut gedämmt in einer Kabine gefühlt größer und geräumiger als das eigene Wohnzimmer, thront auf Sitzen, die weich und mollig sind wie der Sessel daheim vor dem Fernseher und genießt mehr Annehmlichkeiten als in einer Hotelsuite: Jeder Handgriff wird elektrisch unterstützt, die Klimaanlage wechselt in Sekundenbruchteilen zwischen Arktis und Sahara, die Ablagen sind größer als Einbauschränke, es gibt ein Dutzend Steckdosen und eigentlich fehlt nur noch der Buttler, der auf Knopfdruck aus der Mittelkonsole klettert – Platz genug hätte er darin wohl. Dazu gibt es mehr Infotainment als in der Zentrale von Google oder Apple: Vorn geht das Navi online, man surft über den großen Touchscreen oder den LTE-Hotspot im Netz, hört Satelliten-Radio, lässt sich Mails vorlesen, diktiert mit Siri oder shoppt im App-Store und hinten klappt der DVD-Monitor von der Decke. So kann man es auch ein paar tausend Meilen am Tag im Auto aushalten.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 7 Bildern

Offiziell nicht in Deutschland

In der Stadt eine feste Burg und auf dem Land buchstäblich ein Wohnwagen für die weitesten Wege – für Amerika gibt es kaum ein besseres Auto als eines wie den neuen Tahoe. Und dass der Wagen bei uns keine Chance hat, weiß General Motors selbst. Deshalb, und natürlich weil sich Chevrolet ohnehin gerade aus Kerneuropa zurückzieht, versuchen es die Amerikaner gar nicht erst mit dem Export. Falls trotzdem jemand ausprobieren möchte, wie sich das Dickschiff aus Detroit in Düsseldorf oder Darmstadt schlägt, bleibt dieser Wunsch aber nicht unerfüllt. Dafür gibt es schließlich die freien Importeure. Die verkaufen die Wuchtbrumme zwar nicht zu Schleuderpreisen von umgerechnet 35.000 Euro aufwärts wie ihre US-Kollegen und lassen damit Kunden des Mercedes GL oder des Range Rover vor Neid erblassen, sondern verlangen schnell mal 60.000 Euro aufwärts und liegen dann beinahe auf dem Niveau der europäischen Konkurrenz. Doch wer sich als König fühlen will, der darf eben nicht knausern.

(ID:42849328)