Sachsenring Automobiltechnik Fahrzeugbau Bremen stellt Insolvenzantrag

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Knapp zwei Wochen nach dem Insolvenzantrag der Sachsenring Automobiltechnik AG (Zwickau) ist die Bremer Konzern- Tochter zahlungsunfähig.

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Knapp zwei Wochen nach dem Insolvenzantrag der Sachsenring Automobiltechnik AG (Zwickau) ist auch die Bremer Konzern-Tochter zahlungsunfähig. Die Sachsenring Fahrzeugbau GmbH Bremen (SFB, ehemals Trasco) beantragte am Dienstag (11.6.) beim Amtsgericht Verden die Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Die Hausbank habe alle Kreditlinien fällig gestellt und "ohne angemessene Fristsetzung" Zahlungseingänge einbehalten, teilte das Unternehmen mit. Zunächst hatte die AG erklärt, Tochtergesellschaften seien nicht betroffen.

Mit dem Insolvenzantrag seien die Verhandlungen mit einem strategischen Investor, dem internationalen Marktführer der Branche, ins Stocken geraten. Dieser habe sich nunmehr in eine "Warteposition" zurück gezogen.

Die SFB hatte nach eigenen Angaben 2001 einen Verlust von 6,7 Millionen Euro verbucht. Unter einem neuen Management sei es gelungen, zum 30. April 2002 einen Bilanzgewinn von etwa 400.000 Euro zu erzielen. Die Geschäftsleitung erwarte eine positive Fortsetzung der Gewinnentwicklung. Im dem Werk in Osterholz-Scharmbeck bei Bremen sind 220 Mitarbeiter beschäftigt.