Sportwagen Ferrari eröffnet neues Produktionswerk

Von Thomas Günnel 2 min Lesedauer

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Ferrari hat ein neues Produktionswerk eröffnet. Hier will der Sportwagenhersteller Autos mit allen Antrieben bauen – und sein erstes Elektroauto.

Ferrari hat ein neues Werk in Maranello eröffnet.(Bild:  Ferrari)
Ferrari hat ein neues Werk in Maranello eröffnet.
(Bild: Ferrari)

Ferrari hat ein neues Produktionswerk an seinem Stammsitz Maranello eröffnet. Der Sportwagenhersteller will hier auf 42.500 Quadratmetern mit über 300 Beschäftigten sein erstes Elektroauto bauen, außerdem Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor und Hybridantrieb.

Im sogenannten „e-Building“ baut Ferrari Autos mit allen Antriebsarten unter einem Dach. Zusätzlich entstehen hier Hochvoltbatterien, elektrische Achsen und Elektromotoren. Laut der Nachrichtenagentur Reuters soll die Produktion Anfang 2025 beginnen.

Mehr als 3.000 Solarpaneele auf dem Dach des neuen Werkes erzeugen laut Ferrari 1,3 Megawatt Energie. Bis voraussichtlich Ende des Jahres will Ferrari das bisher in Maranello betriebene Blockheizkraftwerk abschalten und ausschließlich erneuerbare Energie nutzen. Um das Werk zu klimatisieren betreibt Ferrari eine elektrische Wärmepumpe mit erneuerbarer Energie.

Schutz vor Auswirkungen von Starkregen

Mehr als 60 Prozent der für die Batterie- und Motorentests eingesetzten Energie gewinnt Ferrari nach Unternehmensangaben zurück und nutzt sie für weitere Prozesse. Außerdem gibt es ein Becken zum Aufbereiten von Regenwasser. Es fasst 200 Kubikmeter. Teilweise bewässert der Autohersteller damit die Grünflächen des Gebäudes. Im Grünbereich am Werk stehen laut Ferrari 200 Bäume. Zusätzlich dient ein Becken mit 1.000 Kubikmetern Volumen als Rückhalt bei Starkregen.

Das Gebäude selbst will Ferrari nach „Leadership in Energy and Environmental Design“ in der Stufe Platin zertifizieren. Es gilt damit als Niedrigstenergiegebäude. Die Energieeffizienz mit Blick auf Emissionen liegt laut Ferrari bei -2,7 kton CO2 – gegenüber einem vergleichbaren Gebäude, das nicht elektrifiziert ist.

E-Building steht auf bestehender Industriefläche

Das E-Building entstand nördlich des Ferrari Campus. Der Sportwagenhersteller kaufte dafür rund 100.000 Quadratmeter bestehende Industriefläche mit 39 Gebäuden und sanierte das Areal. Laut Unternehmen wurde keine neue Fläche verbraucht. Hinzu kamen ein besseres Straßennetz um das Gelände und 1,5 Kilometer Radweg.

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Bei einer auch optischen Historie wie der von Ferrari kommt die Beschreibung des Gebäudes nicht ohne wohlklingende Worte aus: „Es harmoniert mit der Landschaft und den umliegenden Gebäuden, während es durch eine Fassade mit einer maßgeschneiderten, hocheffizienten ‚Haut‘ erkennbar ist. Die Verwendung von opalinem Glas, eingestreut in Flächen aus Klarglas, reduziert die visuelle Wucht und Masse des Gebäudes. Außerdem verbessert diese Gestaltung die Verteilung von natürlichem Licht im Inneren, während die Fassadengestaltung nachts einer leuchtenden Laterne ähnelt.“

Umweltfreundliche Materialien

Die Komponenten der Fassade entwarfen die Designer laut Ferrari im Einklang mit der technischen Methodik „Design for Manufacturing and Assembly“. Das vereinfacht Montage und Wartung, ist günstiger und reduziert die Umweltbelastung im Zusammenhang mit den verwendeten Materialien und Prozessen.

Zur Eröffnung des E-Buildings kamen der italienische Staatspräsident Sergio Matarella, Stellantis- und Ferrari-Präsident John Elkann, Vizepräsident Piero Ferrari, CEO Benedetto Vigna und Vertreter der Belegschaft.

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