Karosseriebau Projekt MeGiCast vergleicht Gigacasting mit Multi-Material-Bauweise

Von Lina Demmel 1 min Lesedauer

FEV untersucht mit 18 Partnern die Potenziale des Gigacastings. Ziel ist die Entwicklung hochintegrierter Karosseriedesigns, die Kosten, Gewicht und CO2-Emissionen einsparen.

FEVs Multi-Material Ansatz kombiniert Blechbauteile mit Versteifungen im Gussverfahren und erlaubt so leichte Karosseriebaugruppen.(Bild:   FEV)
FEVs Multi-Material Ansatz kombiniert Blechbauteile mit Versteifungen im Gussverfahren und erlaubt so leichte Karosseriebaugruppen.
(Bild: FEV)

FEV untersucht gemeinsam mit 18 Partnern aus der Automobil- und Metallindustrie im Konsortialprojekt „MeGiCast“ die Potenziale des Gigacastings. Das Unternehmen will ein hochintegriertes Karosseriedesign entwickeln, das Kosten, Gewicht und CO2-Emissionen reduzieren kann. 

Die Konsortialpartner von MeGiCast analysieren einen Vorderwagen in Gigacasting-Bauweise und vergleichen ihn mit einem modernen Multi-Material-Ansatz. Neben technischen Aspekten und dem Gewichtsvergleich umfasst das Projekt eine CO2-Analyse, eine Wirtschaftlichkeitsbewertung und ein Lifecycle-Assessment.

Hybride Fertigungstechnik für Bleche

Zur Umsetzung des Designs hat FEV eine hybride Fertigungstechnik entwickelt. Dabei werden großflächige Blechbauteile für flächige Strukturen genutzt, auf die im Gussverfahren Versteifungen aufgebracht werden. Das Ergebnis ist ein Vorderwagen aus drei Komponenten. Dieser sei im Vergleich zu einer rein auf Gigacasting basierenden Variante bis zu 18 Prozent leichter, so FEV. 

Die Bauteilreduktion hat jedoch Nachteile: Diese ergeben sich aus der Komplexität der Gussteile sowie hohen Investitionskosten, Fertigungsanforderungen und Fragen zur Lebensdauer. 

Laut Ansicht von FEV wird Gigacasting eine feste Größe im Fahrzeugbau bleiben. Dennoch sollten Produktionsverfahren wie Gigastamping oder hybride Techniken nicht aus dem Blick geraten.

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