E-Auto-Start-up Fisker findet keinen Partner

Von Claus-Peter Köth 1 min Lesedauer

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Der amerikanische E-Auto-Hersteller hatte zuletzt die Produktion bei Magna Steyr eingestellt. Nun sind die Verhandlungen mit einem Investor gescheitert – es droht die Insolvenz.

Im Mai 2023 eröffnete Henrik Fisker in München den ersten deutschen Schauraum seines Unternehmens. Nun droht dem E-Auto-Start-up die Insolvenz.(Bild:  Fisker Inc.)
Im Mai 2023 eröffnete Henrik Fisker in München den ersten deutschen Schauraum seines Unternehmens. Nun droht dem E-Auto-Start-up die Insolvenz.
(Bild: Fisker Inc.)

Die Gespräche des E-Auto-Herstellers Fisker mit einem internationalen Automobilhersteller (Anm. d. Red.: mutmaßlich mit Nissan) über eine mögliche Kooperation sind der Nachrichtenagentur Reuters zufolge gescheitert. Die Aktien des Unternehmens sind angesichts der schlechten Nachrichten abgestürzt und an der New Yorker Börse vorübergehend vom Handel ausgesetzt worden. Nun würden verschiedene Optionen geprüft, hieß es, auch gerichtliche oder außergerichtliche Restrukturierungen oder Kapitalmarkttransaktionen.

Zudem erklärte der Hersteller, dass das Ende der Gespräche die Anfang des Jahres verhandelte Finanzspritze des polnischen Investmentfonds CVI gefährde. Die Finanzierungszusage über 150 Millionen Dollar war an den Abschluss der Gespräche geknüpft worden.

Insolvenz „ist unvermeidlich“

„Ich kann nicht sagen, ob es nächste Woche oder nächstes Jahr ist, aber es ist unvermeidlich“, sagte Thomas Hayes, Vorsitzender des Hedgefonds Great Hill Capital, gegenüber Reuters zu den wachsenden Chancen, dass Fisker Konkurs anmelden wird.

Fisker hat schon länger große finanzielle Probleme und geriet vor kurzem mit einer Zinszahlung von 8,4 Millionen US-Dollar für Wandelanleihen in Verzug. Daraufhin hatte der Hersteller einen sechswöchigen Produktionsstopp des Modells Ocean beim österreichischen Auftragsfertiger Magna Steyr angekündigt.

Hintergrund

Mit dem Start-up Fisker Inc. (gegründet im Jahr 2016) versuchte Henrik Fisker zum zweiten Mal den Durchbruch als Autobauer zu schaffen. Nach seiner Zeit als Designer für BMW und Aston Martin hatte der Däne bereits 2008 auf der Detroit Autoshow das Modell Fisker Karma vorgestellt. 2013 musste die damalige Fisker Automotive Konkurs anmelden.

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