Wasserstoff Ford Pro testet Brennstoffzellen-Transit in Großbritannien

Von Thomas Günnel 2 min Lesedauer

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Ford Pro rüstet acht batterieelektrische Transit auf den Betrieb mit Wasserstoff-Brennstoffzellen um. In einem Pilotversuch sind sie für einen Online-Lebensmittelhändler unterwegs.

Ford rüstet aktuell acht E-Transit für den Betrieb mit Wasserstoff-Brennstoffzellen um.(Bild:  Ford)
Ford rüstet aktuell acht E-Transit für den Betrieb mit Wasserstoff-Brennstoffzellen um.
(Bild: Ford)

Die Nutzfahrzeugsparte Ford Pro hat in Großbritannien ein Pilotprojekt mit acht Transit gestartet. Die Prototypen basieren auf dem batterieelektrischen E-Transit und sind mit einer Wasserstoff-Brennstoffzelle ausgerüstet. Drei Jahre lang werden sie in jeweils sechsmonatigen Intervallen im Einsatz sein. In den Praxistests geht es dabei laut eines Unternehmenssprechers vorrangig um die Sicherheit, Speicherkapazität und das Gewicht des Antriebs. „Ein wichtiger Teilbereich des Projekts besteht in der Evaluation von effizientem und praxisgerechtem Recycling gebrauchter Komponenten“, beschreibt der Sprecher.

Die Tests sollen weiterhin zeigen, was die Fahrzeuge im täglichen Einsatz kosten; Stichwort: Total Cost of Ownership (TCO). „Der Feldversuch soll also letztlich zeigen, ob Unternehmen mit hohen Energieverbräuchen in ihrem Fuhrpark durch wasserstoffbasierte Brennstoffzellen-Fahrzeuge Vorteile bei Reichweite und Betriebszeiten erzielen können.“ Außerdem geht es in den Tests um eine sinnvolle Infrastruktur für den Wasserstoff. Die emissionsfreien Elektro-Prototypen messen sich dabei laut Ford mit ihren dieselbetriebenen Pendants.

Den Feldversuch führt Ford mit weiteren Unternehmen durch:

  • BP: Der Energieversorger erfasst den Wasserstoff-Verbrauch und die Anforderungen an die Infrastruktur.
  • Cambustion: Das Engineering-Unternehmen testet das Brennstoffzellensystem.
  • Cygnet Texkimp: Das auf Hightech-Gewebe spezialisierte Unternehmen liefert die Werkzeuge zum Fertigen der Druckbehälter.
  • Ocado Retail: Der britische Online-Lebensmittelhändler setzt die Transit in seinem Lieferdienst ein.
  • Viritech: Die Beschäftigten des Antriebsspezialisten entwickeln die Wasserstoff-Speichersysteme.

Finanziert wird der Versuch teilweise vom gemeinnützigen Advanced Propulsion Centre (APC) an der University of Warwick im englischen Coventry.

„Vorteile für besondere Logistikaufgaben“

„Ford ist davon überzeugt, dass Brennstoffzellen ihre Vorteile in erster Linie in den größeren und schwereren Nutzfahrzeugen ausspielen können“, kommentiert Tim Slatter, Geschäftsführer von Ford in Großbritannien. Laut des Unternehmenssprechers hat die Technik vor allem für Unternehmen mit besonderen Logistikaufgaben Vorteile, „unter anderem für Langstreckentransporte, Schwerlastverkehre, Transporte mit Nebenaggregaten wie zum Beispiel für die Kühlung sowie für Betriebe mit begrenzten Auflademöglichkeiten während der Betriebszeiten“.

Der britische Online-Lebensmittelhändler Ocado Retail wird die Transit in seinem Lieferdienst einsetzen.(Bild:  Ford)
Der britische Online-Lebensmittelhändler Ocado Retail wird die Transit in seinem Lieferdienst einsetzen.
(Bild: Ford)

Ford forscht bereits seit den 1990er-Jahren an der Brennstoffzellentechnik. Im Jahr 2021 stellte das Unternehmen eine Brennstoffzellen-Version des E-Transit auf der britischen „CENEX Low Carbon Vehicle Show“ vor. Ford in Europa will bis zum Jahr 2035 an den europäischen Produktionsstandorten, in der Logistik und bei den direkten Zulieferern CO2-neutral sein – und als Vorbild für andere regionale Organisationen von Ford dienen. Weltweit hat der Automobilhersteller nach Aussage des Sprechers die Emissionen seiner Produktionsanlagen gegenüber dem Jahr 2017 bereits um 40 Prozent gesenkt.

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