Batterietechnik Battery-Swapping für Nutzfahrzeuge im Test

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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Mitsubishi Fuso, Mitsubishi Motors, Ample und Yamato bauen im Rahmen eines Pilotprogramms ein Netz an Batteriewechselstationen für Nutzfahrzeuge. Ziel ist es, die Ausfallzeiten der Fahrzeuge während des Ladevorgangs zu minimieren.

Testen in Tokio die Batteriewechseltechnik für Nutzfahrzeuge: Ample, Mitsubishi Fuso Truck and Bus Corporation, Mitsubishi Motors und Yamato Transport.(Bild:  Ample)
Testen in Tokio die Batteriewechseltechnik für Nutzfahrzeuge: Ample, Mitsubishi Fuso Truck and Bus Corporation, Mitsubishi Motors und Yamato Transport.
(Bild: Ample)

Mitsubishi Fuso Truck and Bus Corporation, Mitsubishi Motors, Ample und Yamato Transport wollen die Batteriewechsel-Technik für Nutzfahrzeuge erproben. Die Unternehmen haben im Rahmen des Konsortium Tokyo ein mehrjähriges Pilotprogramm angekündigt, in dessen Rahmen ab September 2025 mehr als 150 Fahrzeuge und 14 modulare Batteriewechselstationen in Tokio zum Einsatz kommen sollen.

In Tokio müssen täglich Millionen von Menschen und Waren durch ein dichtes Netz von Lieferwagen, Kleinlastern und Taxis transportiert werden. Damit die Elektrifizierung in großem Maßstab funktioniert, sind platzsparende Energielösungen notwendig, die schnell und zuverlässig funktionieren. Aus diesem Grund setzt Tokio auf Batteriewechselstationen und baut seine Elektroauto-Infrastruktur mit einem stadtweiten Batterietausch aus.

Mit Unterstützung der Tokyo Metropolitan Environmental Public Corporation baut Ample zusammen mit Mitsubishi Fuso Truck and Bus Corporation (MFTBC), Yamato und Mitsubishi Motors ein Netz von Tauschstationen in ganz Tokio auf, um einen nahtlosen Zugang für Elektrofahrzeugflotten in der ganzen Stadt zu gewährleisten. Diese Initiative bietet eine skalierbare, emissionsfreie Alternative zu Tankstellen und hilft Tokio, seinem Ziel, die Treibhausgasemissionen bis 2030 um rund 50 Prozent zu senken, näher zu kommen.

Tokio folgt auf Kyoto

Das Projekt in Tokio folgt auf ein kleineres Pilotprojekt zum Batteriewechsel in Kyoto im vergangenen Jahr. Im Jahr 2024 führten Yamato Transport, MFTBC und Ample ein erfolgreiches Pilotprojekt für kommerzielle Lieferungen zusammen mit Batteriewechsel-Taxis in Kyoto durch. Die Demonstration bestätigte sowohl die betrieblichen Vorteile des Systems als auch die Fähigkeit der Ample-Plattform, gleichzeitig mit verschiedenen Fahrzeugtypen und -marken zu arbeiten.

Im Rahmen des Tokio-Projekts werden Fahrzeuge mit austauschbaren Batterien genutzt, wie der eCanter von MFTBC für leichte Nutzfahrzeuge und das Minicab EV von Mitsubishi Motors, das für kommerzielle Lieferflotten gedacht ist. Der Transport- und Logistikkonzern Yamato Transport wird der erste Großkunde der Initiative sein und sich auf Anwendungen für die letzte Meile konzentrieren. Ample wird die Batteriewechseltechnik für die teilnehmenden EV-Plattformen bereitstellen und Wechselstationen installieren und betreiben.

Ausfallzeiten reduzieren

Ein grundlegendes Ziel der Bemühungen ist es, die Ausfallzeiten der Fahrzeuge während des Ladevorgangs zu minimieren. Das Konsortium Tokyo strebt eine Batteriewechselzeit von fünf Minuten an. Im Gegensatz zum konventionellen Aufladen erfolgt der Batteriewechsel vollautomatisch – der Fahrer muss sein Fahrzeug nicht verlassen.

Zukünftige Tauschstationen können auch Netzdienste wie die Speicherung erneuerbarer Energien anbieten und damit einen weiteren Beitrag zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen leisten. (se)

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