Autonomes Fahren Geely schießt Satelliten für seine Fahrzeuge ins All

Von Henrik Bork 3 min Lesedauer

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Autonome Elektrofahrzeuge, die von Satelliten aus gelenkt werden. Das ist die Vision von Geely. Mit dem erfolgreichen Abschuss einer Trägerrakete ist man diesem Ziel einen Schritt weit nähergekommen.

Bis 2025 soll die Geely Future Mobility Constellation von derzeit 20 auf 72 Satelliten anwachsen. (Bild:  Geespace)
Bis 2025 soll die Geely Future Mobility Constellation von derzeit 20 auf 72 Satelliten anwachsen.
(Bild: Geespace)

Eine Rakete vom Typ „Langer Marsch 2C“ ist am 3. Februar 2024 um 7:38 Uhr Ortszeit vom chinesischen Weltraumbahnhof Xichang in der Provinz Sichuan aus gestartet. An Bord hatte sie gleich elf Satelliten von Geespace, einem Tochterunternehmen von Geely. Ein neuer Weltrekord, was die Anzahl der von einer einzelnen Rakete ins All beförderten Satelliten betrifft. Die elf Kommunikations-Satelliten, die erfolgreich in eine niedrige Erdumlaufbahn katapultiert worden sind, sind bereits die zweite Gruppe von Geely-Satelliten, die nun in einer Höhe etwa 600 Kilometern in der Atmosphäre schweben. Der erste Schwung von neun Satelliten war schon im Sommer 2022 hochgeschossen worden.

Ausbau bis 2025

Was Geely gerade baut ist nichts anderes als das weltweit erste Satelliten-Netzwerk speziell für die Automobilindustrie. Bis 2025 plant der Hersteller, diese „Geely Future Mobility Constellation“ von ihren derzeit 20 auf zunächst 72 Satelliten auszubauen. Dann wird Geely auf der ganzen Erde „hochauflösendes Remote Sensing“ von Pkw und Lkw mit einer Genauigkeit von einem bis fünf Metern anbieten können. Die Positionsbestimmung der Fahrzeuge – und ihre Navigation in Echtzeit ohne jegliche Zeitverzögerung – wird über Basisstationen auf der Erde ermöglicht, die mit den Satelliten kommunizieren.