Brückeneinsturz Baltimore: Lieferkettenprobleme für deutsche Hersteller

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Im Hafen von Baltimore werden jedes Jahr um die 850.000 Fahrzeuge umgeschlagen. Auch BMW, Mercedes und VW nutzen ihn, nun werden die Lieferwege überprüft.

Das Bild zeigt die nach Francis Scott Key benannte Brücke in Baltimore – als sie noch nicht zerstört war.(Bild:  Christine - stock.adobe.com)
Das Bild zeigt die nach Francis Scott Key benannte Brücke in Baltimore – als sie noch nicht zerstört war.
(Bild: Christine - stock.adobe.com)

Der Einsturz der Autobrücke in Baltimore hat nach Angaben von US-Verkehrsminister Pete Buttigieg auch wirtschaftliche Folgen. Man stelle sich wegen der Bedeutung des dahinter liegenden Hafens schon jetzt auf Lieferkettenprobleme ein. Diese beträfen dann nicht nur die Region um Baltimore, „sondern die gesamte US-Wirtschaft“. Der Wiederaufbau werde lange dauern.

Die zuständige Hafenbehörde hatte den Schiffsverkehr nach dem Vorfall bis auf Weiteres ausgesetzt. Der Hauptteil des Hafens liegt nach Angaben Buttigiegs hinter der eingestürzten Brücke. Nach Angaben von US-Präsident Joe Biden handelt es sich um eine der wichtigsten maritimen Anlaufstellen der USA – insbesondere für den Import und Export von Autos und Kleinlastern. Demnach werden circa 850.000 Fahrzeuge pro Jahr über den Hafen von Baltimore verschifft.

Mercedes von Hafensperre betroffen

Auch die deutschen Hersteller BMW, Mercedes-Benz und Volkswagen nutzen den Hafen von Baltimore, berichtet das „Handelsblatt“. Demzufolge liegen die Terminals, die BMW und VW nutzen, vor der eingestürzten Brücke. Lediglich das erhöhte Verkehrsaufkommen auf den Straßen um den Hafen beeinträchtige die Logistik der beiden OEMs ein wenig.

Anders bei Mercedes: Der Hersteller mit Sitz in Stuttgart nutzt einen Hafenteil hinter der Brücke. Dieser Bereich wird bis auf weiteres nicht mehr betrieben. Die Lieferwege würden derzeit überprüft, „um Alternativen zu bewerten“. Laut Handelsblatt nutzt Mercedes noch die Häfen von New Brunswick und Charleston für den Import.

In der Nacht zu Dienstag hatte ein Containerschiff die vierspurige und mehr als 2,5 Kilometer lange Francis Scott Key Bridge im US-Bundesstaat Maryland gerammt - diese stürzte daraufhin ein.

Nachdem zunächst zwei Menschen gerettet werden konnten, wurde am Dienstag aus der Luft und auf dem Wasser weiterhin nach sechs Vermissten gesucht.

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