Alternative Antriebe

Hybrid-Zulieferer: Das Hightech-Geheimnis

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Spitzentechniker auf beiden Seiten

Dabei ist festzuhalten, dass es generell um echte Zusammenarbeit zwischen den Ingenieuren von Automobilherstellern und den Unternehmen der Zulieferindustrie geht. Auf beiden Seiten arbeiten bereichsgleiche Spitzentechniker, die um das Markenspezifische und das zu liefernde Machbare hart ringen. Bei Porsche treten dabei Kosten sicher hinter die gewollten markenspezifischen Eigenschaften des Modells zurück, „die Erhöhung von Leistung und Wirtschaftlichkeit“ bleibt dabei oberstes Ziel, so Dr. Michael Steiner, Chef der Gesamtfahrzeugentwicklung bei Porsche. Deutlich wird dies auf der elektrischen Antriebsseite des Porsche S E-Hybrid, dort „haben wir eine neue Tür aufgestoßen“, sagt Steiner. Der Porsche-Fahrer kann 70 Kilowatt zusätzliche Leistung abrufen, die die permanent erregte Synchronmaschine des Hybridmoduls liefert. Das Hybridmodul ist Teil des Wandler-Achtgangautomatikgetriebes. Wer baut es und den flüssigkeitsgekühlten 70-Kilowatt-Elektromotor? Porsche nicht.

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Hybridmodul von ZF Friedrichshafen

Von den Zulieferern die Elektromotoren im Angebot haben, wie Bosch, Continental und ZF, ist es der „Getriebebauer“ aus Friedrichshafen, der von Porsche den Zuschlag beim Panamera S E-Hybrid bekam. ZF liefert beispielsweise auch die Achtgangautomatikgetriebe mit integriertem Hybridmodul und 40-Kilowatt-Elektromotoren für die ActiveHybrids von BMW. Übrigens ist ZF ebenso im neuen Volkswagen Jetta Hybrid vertreten, wo die Bodenseer das Hybridmodul beisteuern, bestehend aus Elektromotor, Kupplung mit Aktuator und Torsionsdämpfer, das als Herzstück des Hybridantriebes mit Benzinmotor und Doppelkupplungsgetriebe den effizienten Vortrieb sichert. Wer jetzt meint, im Porsche S E-Hybrid arbeitet die wohlbekannte ZF-Achtgangautomatik ausgerüstet mit dem 70-Kilowatt-Hybridmodul, der irrt. Aber eben nicht ganz.

Zwar kommt die Automatik „Tiptronic S“ weiter vom japanischen Getriebespezialisten Aisin – und überzeugt in den Vollhybriden Cayenne S Hybrid und Panamera S Hybrid. Doch das neue Hybridmodul mit gesteigerter Leistung liefert ZF. Es konnte trotz höherer Rekuperationsanteile und der leistungsgesteigerten E-Maschine ohne Bauteilmodifikationen in die Automatik des Panamera S E-Hybrid übernommen werden. Bei der Frage, wer denn Hybridmodul und Getriebe komplettiert, heißt es wieder: „Wir machen keine Angaben zu unseren Lieferanten“.

Elektromotoren-Herstellung als ein Kerngeschäft

Da deutsche Hersteller längst die Elektromotoren-Herstellung als ein Kerngeschäft der Wertschöpfung in der Elektromobilität fokussiert haben, arbeiten Bosch und Daimler im Hildesheimer Gemeinschaftsunternehmen EM-Motive an der Produktion von Elektromotoren, Volkswagen fertigt im Werk Kassel E-Maschinen – Audi will selbst auch, einzig BMW ist vor allen anderen früh eingestiegen und produziert längst E-Maschinen, die in diesem Jahr die startenden Elektroautos i3 und i8 antreiben werden.

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