Automesse Entscheidung über Zukunft der IAA vertagt

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Die IAA Mobility geht 2025 in die dritte Runde. Ob es darüber hinaus mit dem bisherigen Konzept und in München weitergeht, ist trotz guter Ausstellerentwicklung nicht sicher.

Mit Präsentationen in sogenannten Open Spaces – im Bild der Mercedes-Stand aus dem Jahr 2023 – rücken die Hersteller bei der IAA Mobility in München nahe an die Menschen heran. Doch das gefällt nicht allen.(Bild:  Grimm – VCG)
Mit Präsentationen in sogenannten Open Spaces – im Bild der Mercedes-Stand aus dem Jahr 2023 – rücken die Hersteller bei der IAA Mobility in München nahe an die Menschen heran. Doch das gefällt nicht allen.
(Bild: Grimm – VCG)

Eigentlich läuft es für die Automesse IAA derzeit gut, die Zahl der Anmeldungen steigt, der ausrichtende Verband der Automobilindustrie (VDA) spricht von einer Messe mit Innovationskraft. Doch ob die Mobilitätsmesse über das Jahr 2025 hinaus in München stattfinden wird, ist politisch umstritten. Nun hat der Münchner Stadtrat die Entscheidung zur Zukunft der Automesse vertagt.

Auf Antrag des Wirtschaftsreferenten Clemens Baumgärtner (CSU) beschloss das Gremium, die anberaumte Abstimmung zu verschieben. Vor einem neuen Anlauf muss das Thema wegen Änderungsanträgen, die erst heute gestellt worden waren, nun noch im Wirtschaftsausschuss behandelt werden. Dies ist für den 10. Dezember geplant.

Insgesamt gab es drei Änderungs- beziehungsweise Ergänzungsanträge. Sie stammen aus den Fraktionen SPD/Volt, Grüne/Rosa Liste und ÖDP. Bei der SPD geht es dabei eher um Details, die Antragsteller der Grünen wollen dagegen keine Open Spaces in der Stadt mehr. Die ÖDP wiederum hätte gerne eine andere Gebührenerhebung für die Stände.

Verlängerung um drei Ausgaben

In der ursprünglichen Sitzungsvorlage hatte das Referat empfohlen, dass der Stadtrat sich für eine Fortführung der IAA in München über das bereits vereinbarte Jahr 2025 hinaus für die Jahre 2027, 2029 und 2031 ausspricht und der Nutzung der umstrittenen Open Spaces zustimmt – das sind große Ausstellungsflächen auf prominenten Plätzen der Innenstadt. Dagegen gibt es Widerstand.

Gerade die Open Spaces gelten aber als Knackpunkt für eine neuerliche Bewerbung Münchens um die Messe, da sie zwar die Messe zu den Endverbrauchern holt, sich aber andererseits viele Münchener durch die Verkehrs- und Bewegungseinschränkungen gestört fühlten.

Ob ein positiver Beschluss des Stadtrats im erwarteten nächsten Anlauf bereits dafür ausreichen wird, dass die Messe in München bleibt, ist nicht sicher. Hier kommt es auch auf den Branchenverband VDA an, der Veranstalter und Markeninhaber der IAA ist. Im Vorfeld des Beschlusses hatte er sich dazu nicht festlegen wollen. Allerdings hat sich der Verband über die bisherige IAA in München sehr positiv geäußert.

Vor der Stadtratssitzung hatte es Protest gegeben. Am Münchner Odeonsplatz demonstrierte der Bund Naturschutz am Dienstagabend mit einer eher überschaubaren Zahl an Teilnehmern gegen die Veranstaltung und insbesondere die Nutzung der Open Spaces. Auch direkt am Rathaus gab es Protest: Am Dienstagabend versammelte sich laut Polizei eine kleine Gruppe von IAA-Gegnern im Gebäude.

Die bayerische Landesregierung – unter anderem Tourismusministerin Michaela Kaniber (CSU) und das von Hubert Aiwanger (Freie Wähler) geführte Wirtschaftsministerium – hatten sich dagegen vor der Stadtratssitzung für eine Verlängerung der IAA inklusive Open Spaces ausgesprochen.

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