IAA Mobility Münchener Stadtrat gibt „Open Spaces“ frei

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Die „Open Spaces“ in der Münchener Innenstadt sind ein zentrales Element der IAA Mobility. Doch sie sind in der Bevölkerung umstritten. Der Stadtrat hat die Flächen nun trotzdem für die Zukunft freigegeben.

Automobilhersteller vor historischen Bauten: Die IAA Mobility in München sucht die Präsenz im öffentlichen Raum.(Bild:  Grimm – VCG)
Automobilhersteller vor historischen Bauten: Die IAA Mobility in München sucht die Präsenz im öffentlichen Raum.
(Bild: Grimm – VCG)

Der Münchner Stadtrat macht den Weg frei für eine Fortsetzung der Automesse IAA Mobility in München in den Jahren 2027, 2029 und 2031. Das Gremium spricht sich mehrheitlich dafür aus, die umstrittenen „Open Spaces“ – Ausstellungsflächen auf prominenten Plätzen in der Innenstadt – weiterhin zur Verfügung zu stellen und sich grundsätzlich für die drei weiteren Ausgaben auszusprechen. Diese Ausstellungsflächen gelten als zentraler Teil des Münchner Konzepts.

Die innerstädtischen Flächen hatten bei den bisherigen Ausgaben der IAA Mobility in München Hunderttausende Besucher angezogen, stehen aber auch in der Kritik. Gegner argumentieren unter anderem mit den Belastungen für Anwohner, aber auch mit einem Ausverkauf des öffentlichen Raums an Konzerne.

VDA will mit der IAA in München bleiben

Absolut sicher ist die Fortsetzung der Messe in München damit noch nicht – allerdings sehr wahrscheinlich. Grundsätzlich hat der Verband der Automobilindustrie (VDA) als Veranstalter klare Sympathien für eine Verlängerung über die bereits vereinbarte Veranstaltung im Jahr 2025 hinaus gezeigt. Die Ausstellungsflächen gelten als wichtige Voraussetzung dafür. Offiziell nennt der VDA sie ein zentrales Element.

Auch die Messe München will die IAA fortsetzen und hatte zuletzt für die Open Spaces geworben: „Das Thema Mobilität in die Stadt zu tragen, war einer der Grundpfeiler der Bewerbung“, hatte Reinhard Pfeiffer, einer der beiden Vorstandschefs der Messe jüngst betont.

Bestrebungen für Rückkehr nach Frankfurt

Die IAA hatte fast 70 Jahre lang in Frankfurt stattgefunden (von 1951 bis 2019). Zuletzt war das Konzept aber vom Publikum nicht mehr vorbehaltlos angenommen worden, die Besucherzahlen sanken. Die Folge war die Neuausschreibung und die Neukonzeptionierung der IAA als Mobilitätsmesse in München. Das Land Hessen und die Stadt Frankfurt hätten die Veranstaltung jedoch gerne wieder zurückverlegt. Nun hat sich auch der Automobilclub von Deutschland (AvD) für eine Rückkehr ausgesprochen. Er hatte nach eigenen Angaben im Jahr 1900 die Erstauflage mitinitiiert.

„Die IAA mit ihren Konzepten für die individuelle Mobilität der Zukunft passt zu Frankfurt. Der AvD hält die Stadt wegen der vorhandenen Infrastruktur sowie langjährigen Erfahrung bestens geeignet, die Messe zukünftig wieder auszutragen“, wird AvD-Präsident Lutz Leif Linden in einer Pressemitteilung vom Dienstag (17.12.) zitiert. Die Durchführung der Automechanika in diesem Jahr habe einmal mehr gezeigt, dass die Messegesellschaft Frankfurt die Organisation stemmen könne. „Wir würden die Rückkehr sehr begrüßen“, sagt Linden.

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