Im Gespräch Gerhard Keller: „Ich wünsche mir mehr Offenheit und Neugierde“

Von Thomas Günnel 2 min Lesedauer

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Gerhard Keller, Head of Auto & Industry Germany, Google Cloud, über sein erstes Auto, Digitalisierung und mit einem Tipp für Berufseinsteiger.

Gerhard Keller ist Head of Auto & Industry Germany bei Google Cloud.(Bild:  Gerhard Keller)
Gerhard Keller ist Head of Auto & Industry Germany bei Google Cloud.
(Bild: Gerhard Keller)

Herr Keller, welches war Ihr erstes Auto, welches ist Ihr Traumauto? 
Ich kaufte direkt nach dem Abitur einen 1979er Golf 1 Diesel, um mit Freunden nach Marrakesch und an den Rand der Sahara zu fahren. Reiseziel und Auto auf gleichem Abenteuerlevel. Ich durfte lange davon träumen, einen Triumph TR4a aus dem Jahre 1966 aus unserem Familienbesitz wieder auf die Straße zu bekommen. Seit letztem Jahr ist dies Realität.
 
Wie gelangen Sie von A nach B? 
Geschäftlich macht Bahnfahren für mich fast immer Sinn. Gerne kombiniert mit Carsharing für die letzten Meilen. Ich gehöre bei diesem Thema mit mittlerweile zehn Jahren Erfahrung sicher zu den Early Adoptern, egal ob in Paris, Amsterdam oder Madrid.
 
Fahren Sie privat elektrisch? 
Fahren: Ja, ich wähle wenn möglich sowohl bei Carsharing als auch bei Mietautos diese Option. Das erlaubt mir auch, verschiedene Marken zu testen. Besitzen: Nein, das Lastenheft für eine städtische Camper-Großfamilie hat bisher keine Option dafür aufgezeigt.
 
Welches Ausstattungsdetail muss ins Auto? 
Bei meinem letzten Autokauf war zum ersten Mal die Software ausschlaggebend. Ich wollte unbedingt einen ACC-Tempomat, sowohl aus Sicherheits- als auch aus Komfortgründen. Im Innenraum sind mir Materialqualität, deren Haptik, aber auch Akustikdesign wirklich wichtig. Zu oft wird bei Details „geschlampt“. Zum Beispiel ist Plastik nicht gleich Plastik.
 
Welche Mobilitätsservices fehlen Ihnen? 
Sobald man sich außerhalb von Großstädten bewegt, sinkt das Angebot des ÖPNV, aber auch das für Shared Mobility. Ich bin gespannt, wie die Zukunft sich hier entwickeln wird, insbesondere wie autonome Fahrzeuge ganz neue Lösungen ermöglichen könnten. 

Digitalisierung: Was finden Sie gut, was nicht? 
Es ist faszinierend, wie das Smartphone zum Zentrum einer Alltagsdigitalisierung geworden ist. Nach wie vor sind viele Länder den Deutschen voraus. Und daran ist nicht primär die Politik schuld, sondern ich wünsche mir in vielen Bereichen mehr Offenheit und Neugierde von uns Individuen.

Wer oder was inspiriert Sie? 
Von meinen Kunden und Geschäftspartnern aus den verschiedenen Branchen und Bereichen zu lernen, wie sie mit ihren jeweiligen Technologien und Produkten ein erfolgreiches Geschäftsmodell entwickeln, ist etwas unglaublich Faszinierendes. 

Welchen Studiengang würden Sie heute wählen? 
Ich liebe Technik, aber ich glaube, ich wäre kein guter Techniker. Deswegen bin ich nach dem Vordiplom in die Wirtschaftsingenieursrichtung abgebogen. Wichtig ist, dass man sich innerhalb des Studiums die besonderen Studienarbeiten und -projekte auswählt, die einem persönlich liegen und Spaß machen. Das motiviert und differenziert einen. 

Was raten Sie einem automobilen Berufseinsteiger? 
Offenheit, dass jetzt das Lernen erst richtig anfängt. Neugierde, zu verstehen, wohin die Reise der Branche geht, sowie den Anspruch, den Kunden mit seinen Bedürfnissen wirklich zu verstehen. Und die Bereitschaft, unbedingt zu einem starken Teamplayer zu werden, auf den sich die Kolleginnen und Kollegen verlassen können.

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