Nutzfahrzeuge Iveco und Nikola beenden Partnerschaft

Von Jens Rehberg 1 min Lesedauer

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Vier Jahre lang haben sich die beiden Lkw-Hersteller Iveco und Nikola in Ulm bemüht, die gemeinsame Fertigung alternativ angetriebener Sattelzugmaschinen anzuschieben. Jetzt will sich der US-Hersteller Nikola auszahlen lassen.

Nikola und Iveco beenden ihre Partnerschaft. Im Bild: Lkws im Nikola-Werk in Phoenix, Arizona (USA).(Bild:  Nikola)
Nikola und Iveco beenden ihre Partnerschaft. Im Bild: Lkws im Nikola-Werk in Phoenix, Arizona (USA).
(Bild: Nikola)

Für umgerechnet circa 48 Millionen Euro übernimmt Iveco die Nikola-Anteile an dem bisherigen Produktions-Joint-Venture der beiden Unternehmen in Ulm. Iveco soll zudem eine Lizenz zur Weiterentwicklung der Fahrzeugsteuerungssoftware für die gemeinsam entwickelten BEV- und FCEV-Sattelzugmaschinen bekommen. Im Gegenzug erhält Nikola die Lizenz für das „S-Way“-Konnektivitätskonzept und Anteile am geistigen Eigentum der ersten Generation der „E-Achse“ von Iveco. Das gaben die OEMs Anfang der Woche bekannt.

Die Kooperation der beiden Lkw-Hersteller in Ulm startete im Jahr 2019. Im Herbst 2021 eröffnete die Nikola Iveco Europe GmbH offiziell ihre Produktionshalle für elektrische Schwerlaster in der schwäbischen Großstadt. Der Produktionsstart verzögerte sich allerdings immer wieder – zuletzt hieß es, so richtig hochfahren wolle man die Fertigung in diesem Jahr. Mittelfristig wollten die beiden Hersteller in Ulm bis zu 3.000 Lastwagen im Jahr vom Band laufen lassen. Die Kapazitäten vor Ort seien maximal auf 10.000 Einheiten ausbaubar.

Nikola zieht sich aus Europa zurück

Nun zieht sich Nikola aus Europa zurück. Dass sich die beiden Hersteller wieder auf ihre angestammten Märkte konzentrieren, mache zum jetzigen Zeitpunkt Sinn, sagte ein Iveco-Sprecher am Donnerstag (11. Mai) der „Schwäbischen Zeitung“. In den USA gebe es ganz andere Sicherheitsvorschriften und bauliche Dimensionen. Die europäischen Fahrzeugmodelle hingegen hätten eine andere Achskonfiguration und seien damit insgesamt kürzer.

Damit die einvernehmliche Trennung wirksam werden kann, müssen die Aufsichtsbehörden dem Deal noch zustimmen – außerdem sind die entsprechenden Verträge offenbar noch nicht bis ins letzte Detail aufgesetzt.

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