Zulieferer Neue Finanzierungshürden verschärfen die Krise

Von Andreas Rauh, Johannes Auch* 3 min Lesedauer

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Schon länger kämpfen Autozulieferer mit einem hohen Kostendruck. Die sinkende Verfügbarkeit von Finanzierungsquellen und steigende Finanzierungskosten treiben vor allem KMUs nun an ihre Belastungsgrenze.

Automobilzulieferer erleben seit zwei Jahren eine drastische Erhöhung ihrer Finanzierungskosten. (Bild:  Dilok - stock.adobe.com)
Automobilzulieferer erleben seit zwei Jahren eine drastische Erhöhung ihrer Finanzierungskosten.
(Bild: Dilok - stock.adobe.com)

In den vergangenen vier Jahren sind die Produktionskosten in der Automobilindustrie deutlich gestiegen. Zurückzuführen ist dies insbesondere auf die seit Ende 2019 gestiegenen Preise für Rohstoffe (+16 bis
+32 Prozent) und Energie (+40 Prozent), maßgeblich aber auch auf steigende Lohnkosten (+12 Prozent). Die Corona-Pandemie hatte die Situation zwischenzeitlich dahingehend entschärft, dass die OEMs Verständnis für Kostensteigerungen zeigten und im Sinne der Lieferkettensicherheit zu Zugeständnissen bereit waren. Inzwischen ist der Kostendruck aber wieder auf das Niveau von vor der Krise zurückgekehrt.

Niedrige Renditen, hohe Kosten

Gleichzeitig sind die Unternehmen durch die technologisch und regulatorisch verursachte Transformation zu hohen Investitionen gezwungen, um beispielsweise Innovation und Verlagerung von Produktionsstandorten zu beschleunigen und damit ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Diese notwendigen Investitionen erfordern erhebliche finanzielle Ressourcen und erhöhen den Druck auf die bereits knappen Gewinnmargen und operativen Cashflows.