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Zukunft Feststoffbatterie?
Auf dem Kongress berichteten Entwickler von Toyota über ihre Arbeiten an Lithium-Feststoffbatterien, die von den meisten Experten als der nächste Schritt in der Batterietechnik angesehen werden. Diese Energiespeicher bieten eine höhere Leistungsdichte. Toyota fährt u. a. Versuche mit Carsharing-Fahrzeugen. Eine Serieneinführung ist jedoch noch nicht vorgesehen. Ein Vortrag berichtete aus der Forschung und Entwicklung des Gabelstapler-Herstellers Jungheinrich. Hier sind Lithium-Ionen-Batterien schon Stand der Technik, vor allem bei kleineren Mitnahmegeräten. Das sehr viel geringere Gewicht bietet dabei ebenso große Vorteile wie die vereinfachte Ladung und die kürzeren Ladezeiten.
Auch hier gibt es allerdings bereits Wettbewerb mit chinesischen Herstellern: Auf der Logistik-Messe Logimat, die im Februar 2013 in Stuttgart stattfand, präsentierte sich BYD mit einem Gabelstaplerprogramm, das künftig auch in Europa verkauft werden soll. Die Stapler nutzen nicht die konventionellen Lithium-Ionen-Akkus, sondern Lithium-Eisenphosphat-Zellen, wie sie unter anderem auch im Fisker Karma eingesetzt werden.
Die Forschungsszene lebt
Was nimmt der Beobachter, der weder Elektrochemiker noch in die Batterieforschung involviert ist, aus dem Kongress „Kraftwerk Batterie“ mit? Die Forschungsszene ist sehr lebendig, das demonstrierte auch die dicht umlagerte Posterausstellung. Nach den Vorträgen gab es jeweils intensive Nachfragen vor allem der Automobilhersteller, die zeigten, wie viele Hindernisse noch existieren. Kritische Faktoren sind neben der Sicherheit die zentralen Faktoren Reichweite und Kosten sowie das Temperaturverhalten.
Immerhin ist jedoch die nötige Infrastruktur für die Forschung vorhanden, und es gibt auch viele Projekte, an denen Hochschulen und Institute gemeinsam mit den OEMs arbeiten. Und: Allein im MEET in Münster tüfteln achtzig Forscher an den Batterien von morgen.
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