Off-Highway Liebherr zeigt Ammoniak-Verbrennungsmotor auf der Bauma

Von Thomas Günnel 1 min Lesedauer

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Liebherr zeigt auf der Messe Bauma ein Konzept eines Ammoniak-Verbrennungsmotors für Off-Highway-Fahrzeuge – außerdem den Prototypen eines Wasserstoff-Verbrennungsmotors. 

Liebherr stellt auf der Bauma einen Ammoniakmotor für den Off-Highway-Einsatz aus.(Bild:  Liebherr)
Liebherr stellt auf der Bauma einen Ammoniakmotor für den Off-Highway-Einsatz aus.
(Bild: Liebherr)

Liebherr stellt auf der Baumaschinenmesse „Bauma“ ein Konzept eines Ammoniakmotors für den Off-Highway-Einsatz vor. Laut einer Mitteilung des Unternehmens handelt es sich dabei um einen Dual-Fuel-Motor. Ein Vorteil wäre der Energieträger: Grünes Ammoniak dient als Wasserstoffträger und hat laut Liebherr geringere Transport- und Lagerkosten. 
Ammoniak geht bei minus 33 Grad Celsius vom gasförmigen in den flüssigen Zustand über und  kann leicht transportiert werden. Wasserstoff muss für den Transport auf minus 253 Grad gekühlt oder auf 700 bar komprimiert werden.

Im Unterschied zu Otto- oder Dieselmotoren benötigt das Ammoniak im Motor eine deutlich höhere Zündtemperatur von rund 650 Grad Celsius. Beim Ottomotor sind es ab etwa 200 Grad Celsius, beim Diesel ab rund 220 Grad Celsius. Im Ammoniakmotor kann es notwendig sein, andere leicht entzündlichere Kraftstoffe beizumischen, zum Beispiel Diesel oder Wasserstoff. Wird der Wasserstoff aus dem grünen Ammoniak gewonnen, läuft der Motor CO2-frei.

Konkrete Angaben zur Leistung des Motors machte Liebherr nicht. Lediglich: „Ein solcher Motor wird eine hohe Leistungsdichte im Einklang mit den Anforderungen der Bergbauindustrie mit sich bringen“.

Sechszylinder-Wasserstoffmotor für Baumaschinen

Außerdem zeigt der Land- und Baumaschinenausrüster einen Wasserstoffmotor. Die Prototypen testet der Hersteller nach eigenen Angaben seit 2020 und sieht „mit Bezug auf CO2 and Stickoxide (NOx) vielversprechende und ermutigende Ergebnisse“. Der Prototyp des „H966“ ist ein 6-Zylinder-Motor mit 13,5 Litern Hubraum und Saugrohreinspritzung. 
Die Einspritzung erfolgt bei 20 bar Druck direkt im Ansaugsystem. 
Wegen der Luftverdrängung ist die Leistungsdichte laut Liebherr 20 bis 30 Prozent niedriger als bei einem Dieselmotor. Saugrohrinjektoren kommen aber unter weniger anspruchsvollen Betriebsbedingungen zum Einsatz und können entsprechend leichter konstruiert sein. Die Bauma findet statt vom 7. bis zum 13. April in München.

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