Johnson Controls-Saft Lithium-Ionen-Batterien aus Frankreich

Redakteur: Bernd Otterbach

Ein Joint Venture des US-Automobilzulieferers Johnson Controls und des französischen Batteriespezialisten Saft hat in Frankreich die erste Fabrik für leistungsstarke Lithium-Ionen-Batterien für Fahrzeuge mit Hybridantrieb eröffnet.

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Daimler ist erster Kunde

„Johnson Controls-Saft ist weltweit das erste Unternehmen, das diese Art Batterien für die Automobilbranche produziert“, sagte die Vizepräsidentin von Johnson Controls, Mary Ann Wright, am Donnerstag in Nersac im Westen Frankreichs. Die 15 Millionen Euro teure Produktionsstätte in Nersac soll zunächst jährlich 5.000 bis 10.000 Lithium-Ionen-Batterien für Autos mit Hybridantrieb bauen.Der erste Abnehmer ist die Daimler AG, die von 2009 die S-Klasse von Mercedes optional mit Hybridantrieb ausstatten will. Ein weiterer Vertrag mit einem großen europäischen Automobilkonzern sei bereits unterzeichnet worden, sagte ein Sprecher. Die Anlage in Nersac soll in den nächsten drei bis vier Jahren auf eine Kapazität von 100 000 Batterien ausgebaut werden, wenn sich die Nachfrage des Marktes entsprechend entwickle. Saft-Chef John Searle rechnet bis 2015 mit etwa vier Millionen Fahrzeugen mit Hybridantrieb, die mit einer Kombination aus Verbrennungsmotor und Batterie betrieben werden.

Neben dem Werk in Nersac unterhält Johnson Controls-Saft Forschungs- und Entwicklungs-Zentren in Milwaukee, USA, sowie in Bordeaux, Frankreich, ebenso wie Systemintegrations-Zentren in Hannover, Milwaukee und Shanghai. Das Gemeinschaftsunternehmen wurde im Oktober 2006 gegründet. Johnson Controls hält 51 Prozent der Anteile, und Saft 49 Prozent.

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