Autonomes Fahren Lüneburg-Linse aus dem 3D-Drucker ersetzt Radar- und Umfeldsensoren

Von Simone Käfer

Um mit einem Pkw automatisiert zu fahren sind aktuell etwa 15 bis 20 Sensoren notwendig. Das US-amerikanische Unternehmen Lunewave sieht das anders: Vier seiner Radare würden für autonomes Fahren nach Level 5 genügen. Was steckt dahinter?

So unspektakulär sehen die golfballgroßen Radare von Lunewave aus. Aber sie haben es in sich: Aus 6.000 Kammern besteht die Lüneburglinse. Ihre Fertigung ist nur im 3D-Druck umsetzbar.
So unspektakulär sehen die golfballgroßen Radare von Lunewave aus. Aber sie haben es in sich: Aus 6.000 Kammern besteht die Lüneburglinse. Ihre Fertigung ist nur im 3D-Druck umsetzbar.
(Bild: Kyle Keener/The Fosgard Group)

Aktuell eingesetzte Radarsensoren unterscheiden nach Objekten – erkennen aber nicht, ob diese lebendig sind. Im Fall eines automatisch ausgeführten Ausweichmanövers kann das entscheidend sein. Das Radar-System von Lunewave soll deshalb diesen wichtigen Unterschied erfassen können. „Unsere Algorithmen erkennen, ob dort eine Person steht oder etwas nicht Lebendiges“, sagt Hao Xin, CTO von Lunewave.

Das funktioniert, weil Radarsignale, die von einer Person und von einem nicht lebenden Objekt gesendet werden, feine Unterschiede zeigen. Zum Beispiel bewegt sich eine Person immer ein klein wenig. Ein Radar „sieht“ sie atmen und sogar ihr Herz schlagen. Von einem speziellen Radar-Algorithmus können diese für eine lebendes Objekt charakteristischen Eigenschaften erkannt werden. Allerdings muss zuerst die Auflösung des Radars entsprechend hoch sein.

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