Antrieb MAN baut Lkw-Kleinserie mit Wasserstoffmotor

Von Thomas Günnel 1 min Lesedauer

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Der Nutzfahrzeughersteller MAN baut eine Kleinserie eines schweren Lkw mit Wasserstoff-Verbrennungsmotor. Erste Fahrzeuge sollen im Jahr 2025 zu den Kunden rollen.

Der Wasserstoff-Truck „hTGX“ bei der Wintererprobung.(Bild:  MAN)
Der Wasserstoff-Truck „hTGX“ bei der Wintererprobung.
(Bild: MAN)

MAN baut eine Kleinserie eines schweren Lkw mit Wasserstoff-Verbrennungsmotor. Schon im Jahr 2025 sollen rund 200 Trucks zu Kunden in Deutschland, den Niederlanden, Norwegen, Island und in „ausgewählten außereuropäischen Ländern“ rollen. Den „MAN hTGX“ wird es in den Achsvarianten 6x2 und 6x4 geben. Er basiert auf dem Modell „TG“. Die maximale Reichweite beträgt laut MAN bis zu 600 Kilometer.

Der Wasserstoff-Verbrennungsmotor leistet 383 kW/ 520 PS und hat ein Drehmoment von 2.500 Newtonmetern bei 900 bis 1.300 U/min. Der Wasserstoff wird direkt eingespritzt. Das Tanken dauert laut Hersteller weniger 15 Minuten. Danach sind 56 Kilogramm Wasserstoff an Bord, komprimiert auf 700 bar. Der „hTGX“ emittiert laut MAN weniger als ein Gramm CO2 pro Tonnenkilometer. Der Wert beschreibt den CO2-Ausstoß beim Transport von einer Tonne Fracht pro Kilometer.

Er erfüllt damit die Kriterien als „Zero-Emission-Vehicle“ der neuen geplanten EU CO2-Gesetzgebung. Laut Unternehmen ist die Regelung ein Grund für die Kleinserie.

Wasserstoff „erst in einigen Jahren“ marktreif

Beide Wasserstoff-Antriebe – mit Brennstoffzelle und im Verbrennungsmotor – sieht MAN aber erst in einigen Jahren marktreif und wettbewerbsfähig. „Wir rechnen damit, dass wir perspektivisch mit batterieelektrisch betriebenen Trucks die überwiegende Mehrheit der Transportanwendungen unserer Kunden am besten bedienen können. Für spezielle Anwendungen eignet sich als Ergänzung die Wasserstoffverbrennung oder künftig auch die Brennstoffzellentechnologie“, sagte Friedrich Baumann, Vertriebschef der MAN Truck & Bus SE.

Der Wasserstoff-Verbrennungsmotor „H45“ basiert auf dem D38-Dieselmotor. MAN fertigt den Antrieb im Motoren- und Batteriewerk in Nürnberg.

Was bedeuten die Achskombinationen?

Die Achskonfiguration gibt an, über wie viele Räder ein Nutzfahrzeug insgesamt verfügt, wie viele davon angetrieben und wie viele gelenkt sind. „4x2“ bedeutet: Vier Räder insgesamt (Zwillingsräder werden als ein Rad gezählt), zwei davon sind angetrieben. Die Standard-Konfiguration geht von einer gelenkten Vorderachse aus.
Eine Konfiguration 6x4/4 würde bedeuten: sechs Räder, vier angetrieben, vier gelenkt.

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