Nutzfahrzeuge MAN beginnt Serienproduktion von E-Lkw

Von Thomas Günnel 1 min Lesedauer

MAN Truck & Bus hat offiziell mit der Serienproduktion von E-Lkw begonnen. Die Trucks entstehen im Werk München auf einer Linie mit Diesel-Modellen.

MAN hat die Serienproduktion seiner E-Lkw im Werk München gestartet.(Bild:  MAN)
MAN hat die Serienproduktion seiner E-Lkw im Werk München gestartet.
(Bild: MAN)

MAN hat mit der Serienproduktion von E-Lkw begonnen. Im Werk München entstehen Elektro- und Diesel-Lkw in einer vollintegrierten Mischproduktion auf derselben Linie. Die maximale Fertigungskapazität liegt aktuell bei rund 100 Lkw pro Tag – unabhängig von der Antriebsart. Nach rund acht Stunden ist ein Truck fertig montiert. Bis Jahresende will MAN  die ersten 1.000 Elektro-Lkw ausliefern. Rund 400 Millionen Euro hat der Nutzfahrzeughersteller nach eigenen Angaben in Forschung und Entwicklung investiert, um sein konventionelles Lkw-Produktportfolio mit batterieelektrischem Antrieb anbieten zu können. Das Portfolio umfasst 12 bis 50 Tonnen schwere Lkw. Darunter sind zum Beispiel Müllsammler und Fernverkehrs-Lkw. 

200 elektrische Vorserien-Lkw

Vor dem Start der Serienproduktion hat MAN rund 200 elektrische Vorserien-Lkw hergestellt. Die Trucks waren laut Unternehmensangaben rund zwei Millionen Kilometer im realen Kundeneinsatz auf europäischen Straßen unterwegs. Die Tagestouren umfassten teilweise bis zu 850 Kilometer. Die Verbräuche der Lkw lagen demnach bei durchschnittlich 97 kWh pro 100 Kilometer. Insgesamt hat MAN bislang rund 700 Aufträge für Elektro-Lkw erhalten.

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Eine Milliarde Euro für die Elektrifizierung

In den Umbau zur Elektrifizierung der europäischen Werke will MAN in dieser Dekade rund eine Milliarde Euro investieren, einen Großteil davon in Deutschland. Die Transformation werde im Hauptwerk deutlich sichtbar: „Die Produktion von Elektro- oder Diesel-Lkw auf einer Linie ist je nach Marktentwicklung flexibel anpassbar und die Fahrzeuge können genau in der Reihenfolge der Kundenaufträge gebaut werden“, erklärt Produktionsvorstand Michael Kobriger. Das heißt: Während die Beschäftigten in Modelle mit Verbrennungsmotor Achsen, Tanks und Abgasvorrichtungen montieren, rüsten sie E-Modelle stattdessen mit Batterien unter dem Fahrerhaus und weiteren elektrischen Komponenten aus. Über 5.000 Menschen hat MAN für diese Transformation in Hochvolttechnik geschult.  

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