Werkstoffe

Materialien im Automobil: Textilhülle statt Blech

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Papierbasiertes Armaturenbrett

Beim autonomen Fahren verliert auch das Armaturenbrett an Bedeutung. Es müsse dann nicht mehr als Cockpit-artiges Kunststoff-Formteil gestaltet werden, sondern könnte aus einigen Lagen Hightech-Papier/-Pappe mit integrierten Leiterbahnen und elektronischen Bauteilen bestehen. „Auf die Oberfläche kommt dann noch ein großflächiges gedrucktes Display für alles, was angezeigt werden muss – und fertig ist die Armatureneinheit auf Papierbasis.“

Der sich heute bereits abzeichnende Trend „Benutzen statt Besitzen“ in der Mobilität hat aus Sicht des Zukunftsforschers u. a. zur Folge, dass das Fahrzeug nicht mehr bei der Bestellung nach individuellen Wünschen eines privaten Käufers konfiguriert werde. Stattdessen müsse es künftig möglich sein, baugleiche Modelle von Car-Sharing-Fahrzeugen bei Bedarf temporär an die Wünsche des Nutzers anzupassen: per Smartphone mit einer Konfigurations-App. Die liest aus dem Nutzerprofil beispielsweise die präferierte Lieblingsfarbe samt Lichtstimmung im Innenraum – für aktive textile Innenverkleidungen und Dachhimmel mit Lichtsteuerung und Farbwechsel – ebenso heraus wie die bevorzugte Sitzposition.

Konstruktionsteile im 3D-Druck

Weil es aktuell bereits erste Versuche dazu gibt, hält Strobel für bestimmte Pkw-Baureihen im Jahr 2040 die Konstruktion der tragenden Teile eine Gitterstruktur aus dem 3D-Drucker für möglich. Die Außenhaut der Karosserie bestehe dann statt aus Blech oder Kunststoff aus Textilmaterial. Das ermögliche auch Formfaktoren mit Ziehharmonika-artig anpassbaren Fahrzeuggrößen durch längenverstellbare Rahmenteile und flexible Textiloberflächen. Mit eingearbeiteten Displays in der Stoffhülle ließe sich dann auch die Außenfarbe vom jeweiligen Nutzer einstellen, eventuell sogar mit Rallye-Streifen und individueller Werbeschrift. Werde der vollständig wieder abbaubare Stoff eines Tages unansehnlich, könne er einfach ausgetauscht werden, damit das robuste Basisfahrzeug eine möglichst hohe ressourcenschonende Lebenserwartung erreicht.

Weitere Informationen zu Thomas Strobel und Kontaktmöglichkeiten.

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