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Ecken und Kanten nachgeschliffen
Wandert der Blick des Fahrers von den Instrumenten durch die Windschutzscheibe, schaut er auf eine endlos wirkende Motorhaube. Die Kotflügel stehen höher und sind schwungvoll geformt. Trotzdem wirkt der Roadster eckiger und kantiger. Die schlitzförmigen LED-Scheinwerfern und die fast senkrecht stehenden Tagfahrlichter tragen zum markanten Gesicht des Sportlers bei. An das rundliche Design der Vorgänger erinnern nur noch die Rückleuchten des Fahrzeugs.
Wenngleich die Designer den MX 5 eine neue Optik verpasst haben, liegt der Fokus doch auf dem Wesentlichen: dem Fahrspaß. Beim Druck auf den Startknopf lässt sich das Potenzial des Roadsters erahnen. Schon im Standgas röhrt der 2,0-Liter-Vierzylinder-Benziner kernig vor sich hin. Bei 5.000 U/min. zeigt er aber erst was in ihm steckt. Das 160 PS starke Aggregat beschleunigt den Sportwagen in 7,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Bei einer Spitzengeschwindigkeit von 214 km/h ist Schluss. Mazda bietet lediglich ein weiteres Aggregat an: den 1,5-Liter-Vierzylinder-Benziner mit 96 kW (131 PS).
Drehfreudiges Aggregat
Abwechslungsreicher zeigt sich allerdings die Drehfreude des Motors: Hält man sich an die Schaltempfehlung des Bordcomputers, lässt sich bereits bei 1.500 U/min. der nächste Gang einlegen und bei 50 km/h befindet man sich schon im sechsten und letzten Gang. Bei dieser Fahrweise kamen wir dem angegeben Verbrauch von 6,9 l/100 km sehr nahe. Dennoch schafften wir mit 7,1 Liter diesen Wert nicht ganz. Der 45-Liter-Tank reicht hier locker für eine ausgiebige Spritztour über die Landstraßen.
Wer es etwas sportlicher mag, dreht das Aggregat bis auf 7.000 U/min. hoch; erst hier erreicht der Drehzahlmesser den knallrote Bereich und der Sound aus den Endrohren entfaltet sich vollends. Der Verbrauch steigt bei dieser Fahrweise auf 8,8 Liter, verspricht aber Fahrspaß pur. Die Schaltung ist knackig und die Schaltwege sind kurz. Die Lenkung ist präzise und gibt einem das Gefühl in einem Gokart zu sitzen. Das spürt der Fahrer nicht zuletzt auch dank der perfekten Gewichtsverteilung von 50:50 und dem geringen Gewicht von 1.090 Kilogramm. Die Bremsen sind griffig und das ESP hält das Fahrzeug sicher in der Spur. Selbst bei ausgeschaltetem ESP lässt sich der Sportler durch leichtes Gegenlenken einfach durch die Kurve driften.
Das Basismodell „Prime Line“ startet bei 22.990 Euro, die „Center Line“ ist ab 23.990 Euro zu haben und die „Exclusive Line“ kostet 25.390 Euro. Unser Testwagen in der „Sports Line“-Edition mit Sportfahrwerk, beheizten Recarositzen, 205er Reifen und Navigationssystem erreicht einen Preis von 28.990 Euro.
Fazit
Mazda hat den MX 5 optisch und auch technisch der Neuzeit angepasst, stellt aber den Fahrspaß nach wie vor in den Fokus. Der Klang aus den Endrohren ist satt, das Fahrwerk straff und die Lenkung präzise. Obwohl der MX 5 ein Sportwagen ist, kann er auch vernünftig und sparsam. Auch der Preis geht für so viel Fahrvergnügen in Ordnung.
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