Kennzeichnung Das autonome Fahren ist Türkis

Quelle: sp-x 1 min Lesedauer

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Rot, Grün, Gelb und Blau: Viele Farben sind im Straßenverkehr als Signalfarben schon belegt. Mercedes mixt für eine neue Funktion nun zwei Grundtöne.

Die Hinweisfarbe für den aktivierten hochautomatisierten Fahrmodus ist bislang noch nicht standardisiert. Mercedes nutzt Türkis.(Bild:  Mercedes-Benz)
Die Hinweisfarbe für den aktivierten hochautomatisierten Fahrmodus ist bislang noch nicht standardisiert. Mercedes nutzt Türkis.
(Bild: Mercedes-Benz)

Türkis wird die Farbe des autonomen Fahrens. Als erster Autohersteller nutzt Mercedes Markierungslichter in dem blaugrünen Ton – allerdings nur in Kalifornien und Nevada, wo die zuständigen Behörden den Einsatz genehmigt haben. Fahrzeuge der S- und EQS-Klasse dürfen dort entsprechende Zusatzleuchten in den Scheinwerfern, den Heckleuchten und den Außenspiegeln verwenden.

Sie werden aktiviert, sobald die Fahrzeuge in den hochautomatisierten Fahrmodus schalten. Auf diesem sogenannten Autonomie-Level 3 übernimmt der Computer dauerhaft das Steuer und die Verantwortung. Die türkisen Lichter sollen anderen Verkehrsteilnehmern anzeigen, dass aktuell kein Mensch das Steuer hält.

Eine neutrale Farbe für das automatisierte Fahren

Die Autobranche arbeitet bereits seit Jahren an Standards zur Markierung von Fahrzeugen, die sich im automatisierten oder vollkommen autonomen Betrieb befinden. In der Diskussion spielt die Farbe Türkis eine wichtige Rolle, weil sie, anders als blaues oder gelbes Blinklicht, im Verkehr noch nicht belegt ist. Und weil sie keine Instruktion impliziert – wie etwa rotes Stopplicht oder ein Grün, das freie Fahrt suggeriert.

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Allgemeine Standards wurden aber noch nicht definiert. Mercedes schafft nun auf gewisse Weise Fakten, wenn auch in Kalifornien nur bei Entwicklungsfahrzeugen und auf zwei Jahre befristet. In Nevada hingegen ist ab 2026 der Serieneinsatz möglich, unbefristet.

Eine Markierung automatisiert fahrender Autos könnte langfristig immer wichtiger werden. Spätestens dann, wenn die Robotermobile mit anderen Verkehrsteilnehmern kommunizieren müssen – etwa, wenn es um das Verhandeln von Vorfahrtsregeln geht oder ein Fußgänger die Straße überqueren will.

Im Fall der Mercedes-Fahrzeuge dürften solche Fälle bislang kaum eine Rolle spielen, da der sogenannte „Drive Pilot“ vor allem auf Schnellstraßen zum Einsatz kommt.

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