Signalfarbe Türkis Mercedes testet Markierung für automatisierte Modelle

Von Thomas Günnel 2 min Lesedauer

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Automatisiert fahrende Modelle von Mercedes könnten künftig an türkisfarbenen Markierungsleuchten zu erkennen sein. Eine Genehmigung zu deren Test hat der Autohersteller jetzt erhalten. 

Türkise Markierungsleuchten könnten künftig automatisiert fahrende Mercedes-Modelle kennzeichnen.(Bild:  Mercedes-Benz)
Türkise Markierungsleuchten könnten künftig automatisiert fahrende Mercedes-Modelle kennzeichnen.
(Bild: Mercedes-Benz)

Mercedes-Benz darf in Deutschland Markierungsleuchten für das automatisierte Fahren testen. Die Genehmigung gilt bundesweit für Erprobungszwecke und ist bis Juli 2028 befristet. 
Die Außenbeleuchtung soll so anderen Verkehrsteilnehmern anzeigen, ob die hochautomatisierte Fahrfunktion aktiviert ist. Verkehrsbehörden und Polizei sollen außerdem leichter erkennen, ob die Fahrerin oder der Fahrer sich während der hochautomatisierten Fahrt anderen Tätigkeiten widmen darf. 

Die Markierungsleuchten sind in den Front- und Heckleuchten und den seitlichen Blinkern in den Außenspiegeln integriert. Bei aktiviertem System leuchten diese türkis. Mercedes hatte die Signalfarbe für das automatisierte Fahren Ende 2023 ins Spiel gebracht. Laut des Herstellers wurde die Farbe Türkis inzwischen in Normen und Vorschriftsentwürfe aufgenommen, zum Beispiel die SAE J3134, UNECE und China Compulsory Certification.

Türkis in Tests als am besten geeignete Farbe ermittelt

Türkis erfüllt laut Mercedes zwei wichtige Kriterien: Die Farbe ist deutlich unterscheidbar von bestehenden Fahrzeugbeleuchtungen und Verkehrssignalen, etwa Ampeln oder Notbeleuchtungen. Das reduziert die Verwechslungsgefahr. Außerdem ist Türkis zuverlässig und schnell zu erkennen. Das haben Studien mit Probanden gezeigt. 
Bei physiologischen und psychologischen Faktoren schnitt Türkis besser ab als andere Farben. An der Entwicklung und Genehmigung des Lichtkonzepts waren Ingenieure, Compliance-Manager, Datenschützer und Ethik-Experten beteiligt.

Erprobungen auch in Nevada und Kalifornien

Die Ausnahmegenehmigung hat das Regierungspräsidium Stuttgart erteilt. Sie gilt vorerst für die Erprobung. In den US-Bundesstaaten Nevada und Kalifornien hat Mercedes-Benz seit Ende 2023 ähnliche Ausnahmegenehmigungen erhalten, die Erprobung läuft dort bereits.

„Ich bin stolz darauf, dass diese Ausnahmegenehmigung unser Bemühen honoriert, die Akzeptanz und das Vertrauen in diese Technologie zu fördern“, kommentierte Markus Schäfer, Mitglied des Vorstands der Mercedes‑Benz Group AG, Chief Technology Officer, Entwicklung und Einkauf.

Mit bis zu 95 km/h automatisiert fahren

Ende des Jahres 2024 hatte Mercedes-Benz eine neue Version des „Drive Pilot“ vorgestellt. Unter bestimmten Systemvoraussetzungen dürfen mit dem Level-3-System ausgestattete Autos mit bis zu 95 km/h auf der rechten Autobahnspur hochautomatisiert fahren

Deutschland hatte als erstes Land weltweit das hochautomatisierte Fahren nach SAE-Level 3 gestattet. Ende 2021 hat Mercedes-Benz für den Drive Pilot eine international gültige Systemgenehmigung für hochautomatisiertes Fahren erhalten.

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