ZF Friedrichshafen Neuer 911er mit 7-Gang-Schaltgetriebe von ZF

Redakteur: Thomas Günnel

Die ZF Friedrichshafen AG liefert das 7-Gang-Schaltgetriebe für die neuen 911-Modelle von Porsche. Damit ist erstmals ein manuelles Getriebe mit sieben Gängen für Pkw erhältlich.

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Das 7-Gang-Schaltgetriebe entstand auf der Basis des 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebes. Eine konvertierte Schalt-Aktuatorik ermöglicht den Einsatz der Doppelkupplungs-Radsätze auch im Schaltgetriebe.
Das 7-Gang-Schaltgetriebe entstand auf der Basis des 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebes. Eine konvertierte Schalt-Aktuatorik ermöglicht den Einsatz der Doppelkupplungs-Radsätze auch im Schaltgetriebe.
(ZF Friedrichshafen)

Das Getriebe entstand auf der Basis des 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebes von ZF und gibt dem neuen 911er eine neuartige Schaltcharakteristik. Mit dem zusätzlichen siebten Gang lässt sich zudem Kraftstoff sparen: Er ist lang übersetzt – dadurch wird eine sportliche Reisegeschwindigkeit bereits bei niedriger Motordrehzahl erreicht.

Siebenter Gang zum Spritsparen

Die neue Getriebegeneration wurde auf der IAA in Frankfurt im vergangenen Jahr präsentiert. Sie entstand auf Basis des – ebenfalls für Porsche gefertigten –7-Gang-Doppelkupplungsgetriebes (7DT). Die neuen 911er erreichen ihre Höchstgeschwindigkeit bereits im sechsten Gang. Der siebte Gang ist dagegen lang übersetzt und hilft beim Spritsparen. Zur Kraftstoffeffizienz sollen auch der hohe Wirkungsgrad und das optimierte Gewicht des 7MT beitragen. Zudem ist es serienmäßig mit einer Start-Stopp-Automatik kombiniert.

Viele Gleichteile vom Doppelkupplungsgetriebe

Ungewohnt aber sinnvoll: Der siebente Gang ist als langer, drehzahlsenkender Gang vor allem zum Treibstoffsparen ausgelegt.
Ungewohnt aber sinnvoll: Der siebente Gang ist als langer, drehzahlsenkender Gang vor allem zum Treibstoffsparen ausgelegt.
(ZF Friedrichshafen)
Da das 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe als Baukastensystem angelegt ist, ließ sich das 7-Gang-Schaltgetriebe mit sehr vielen Gleichteilen konstruieren. Eine besondere Herausforderung gab es allerdings zu bewältigen: Beim Doppelkupplungsgetriebe sind die Gänge konzeptbedingt anders angeordnet als bei einer normalen H-Schaltung. ZF hat deshalb eigens für die manuelle Getriebevariante eine konvertierte Schalt-Aktuatorik entwickelt. Durch sie lässt sich das klassische H-Schaltbild auch mit den Doppelkupplungs-Radsätzen verwirklichen. Gleichzeitig verhindert ein patentiertes System Fehlschaltungen: Der siebte Gang lässt sich beispielsweise nur unmittelbar nach dem fünften oder sechsten Gang einlegen.

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