Nissan spendiert seinem Qashqai drei Jahre nach Marktstart eine Modellpflege. Während unter der Haube alles beim Alten bleibt, kommt der Bestseller der Marke mit frischem Design, Google-Diensten und neuen Ausstattungen daher.
Bei Nissans Verkaufsschlager Qashqai wurde im wahrsten Sinne des Wortes das Gesicht geliftet.
(Bild: Nissan)
Kein Auto steht so sehr für die Marke Nissan wie der Qashqai. Das Crossover-Modell, entwickelt in Europa, gebaut in England, ist ein Millionen-Seller. Mittlerweile fährt der Qashqai in dritter Generation und bleibt eines der beliebtesten SUV seiner Klasse. Für den Hersteller kein Grund, sich auf diesem Erfolg auszuruhen. Drei Jahre nach der Markteinführung erhält der Qashqai eine Modellpflege, um ihn in seiner zweiten Hälfte des Produktionszyklus möglichst attraktiv zu halten – auch im Hinblick auf die immer stärker werdende Konkurrenz.
In erster Linie ist das Design betroffen. Allerdings ging es dem neuen Qashqai nicht ans Blech. Derartige Eingriffe ziehen meist millionenteure Werkzeugkosten nach sich. So bleibt es in diesem Fall buchstäblich beim Facelift. Geändert wurden vorne lediglich der Grill und die Scheinwerfer. Am Heck erhielten die Rückleuchten – die äußere Form ist geblieben – ein neues Innenleben mit vier einzelnen LED-Elementen, die optisch zu schweben scheinen.
E-Power-Antrieb überzeugt Kunden
Keinen Anlass, etwas zu ändern, sahen Nissans Produktplaner bei den Motorisierungen. Wählen kann der Kunde nach wie vor zwischen einem Mildhybrid mit 103 kW/140 PS oder 116 kW/158 PS und dem sogenannten E-Power-Antrieb. Für diesen entscheiden sich mittlerweile 50 Prozent der Käufer und Käuferinnen. Aus gutem Grund. Das E-Power-System – eingeführt im September 2022 – ist einzigartig in der Klasse. Gegenüber einem gängigen Hybridsystem, bei dem der Verbrennungsmotor die Hauptlast trägt und die E-Maschine nur beim Beschleunigen hilft oder für das langsame Fahren zuständig ist, wird bei E-Power das Auto stets und ausschließlich über den Elektromotor angetrieben.
Es gibt keine mechanische Verbindung zwischen Verbrenner und den Antriebsrädern. Die E-Maschine leistet 140 kW und entwickelt stramme 330 Newtonmeter an Drehmoment, was dem Qashqai automatisch einen souveränen Charakter verleiht. Der Benziner, ein Dreizylinder-Turbo mit 1,5 Litern Hubraum, schafft mit seiner variabler Verdichtung 115 kW/156 PS und treibt lediglich einen Generator an. Dieser schickt seine Energie entweder direkt in den Elektromotor oder zur Batterie. Reichweitenangst und Warten an den Ladesäulen sind damit kein Thema.
Manch einer dürfte einwenden: ein E-Auto mit Range Extender ist prinzipiell nichts anderes. Richtig. Doch bei ihm bringt sich der Verbrenner erst ins Geschehen, wenn die Kapazität der Batterie zur Neige geht. Anders funktioniert es bei E-Power. Hier springt der Benziner schon an, sobald etwas stärker beschleunigt wird oder man schneller als 60 km/h ist. Geht man vom Gas oder fährt langsam, arbeitet nur der Elektromotor. Bis zu drei Kilometer könnte der Qashqai rein elektrisch fahren, mehr gibt die nur 1,95 kWh große Batterie nicht her.
Erster Nissan in Europa mit Google-Dienste
Beim Fahren ist der Qashqai ebenso geschmeidig und komfortabel wie ein reines E-Auto. Nur mit dem Unterschied, dass dezent im Hintergrund gelegentlich die Arbeit der drei Zylinder zu hören ist. Positiv fiel während unserer Testfahrt auf, dass bei steigender Drehzahl der Klang des Motors gut mit der Zunahme der Geschwindigkeit harmoniert. Hybridfahrer wissen hier anderes zu berichten. Nichts ist nerviger als der oft zitierte „Gummiband-Effekt“ beim Beschleunigen.
Diverse Verbesserungen sind im Zuge der Modellpflege ins Interieur des Qashqai geflossen. Hauptänderung: Als erstes europäisches Auto von Nissan verfügt der Qashqai über integrierte Google-Dienste. Google-Maps bei der Navigation ist ebenso möglich, wie die Nutzung des Google Assistent über den Sprachbefehl „Hey Google“. Mit ihm lassen sich Klimaanlage, Sitzheizung oder die Navigation aktivieren und Telefonanrufe entgegennehmen.
Weiterentwickelt haben die Techniker den Around View Monitor. Dank einer neuen 3D-Funktion lässt sich der Wagen nicht nur von oben beobachten, sondern aus acht verschiedenen externen Kameraperspektiven. Damit nicht genug. Der Modus „Durchsicht durch die Motorhaube“ ermöglichst einen Blick auf die Vorderräder.
Neue Ausstattungslinie
Neu ist beim Qashqai die Ausstattungslinie „N-Design“, von außen an den großen 20-Zoll-Rädern und lackierten Schwellern und Radkästen (sonst schwarz) zu erkennen. Innen sollen Alcantara-Bezüge an Armaturenbrett und Mittelkonsole sowie an den Türen für ein loungeähnliches Ambiente sorgen.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Mit der „N-Design“-Linie hat Nissan beim Qashqai die Ausstattungs-Struktur geändert. Gestrichen wurde die Linie „Visia“. Der neue Einstieg in die Welt des Qashqai heißt jetzt „Acenta“. Darüber positioniert sich „N-Connecta“. Wer mehr Wert auf Technik und Komfort oder Design und Style legt, wählt „Tekna“ oder das neue „N-Design“. Ganz oben auf der Qashqai-Skala rangiert der nahezu komplett ausgestattete „Tekna+“. Sogar ein Bose-Soundsystem, ein Panorama-Glasdach und eine Zweifarblackierung gehören zum Serienumfang.
Mit dem E-Power-Antrieb kostet der „Tekna+“ knapp 50.000 Euro. Wem die Basis „Acenta“ mit dem 140 PS starken Mildhybridantrieb reicht, zahlt etwas mehr als 34.000 Euro.