VDI-Ökobilanzstudie
Wann sind E-Autos klimafreundlicher als Verbrenner?

Von Claus-Peter Köth 4 min Lesedauer

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Beim aktuellen Strommix in Deutschland verursacht ein elektrischer Kleinwagen ab 90.000 km weniger Kohlenstoffdioxid als seine Hybrid- und Verbrenner-Pendants. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des VDI.

Ohne grünen Strom keine grüne E-Mobilität. Im Bild der neue Volkswagen ID 3.  (Bild:  Volkswagen AG)
Ohne grünen Strom keine grüne E-Mobilität. Im Bild der neue Volkswagen ID 3.
(Bild: Volkswagen AG)

Wann wird Autofahren grün? Das interdisziplinäre Expertengremium „Antriebe“ der VDI-Gesellschaft Fahrzeug- und Verkehrstechnik (FVT) hat in einer neuen Studie die Ökobilanz von E-Autos, Plug-in-Hybriden (Benzin/Diesel) sowie konventionell angetriebenen Autos (Diesel/Benzin) verglichen. Die Ökobilanzstudie hat dabei den Umwelteinfluss verschiedener Antriebskonzepte von Kompaktklassefahrzeugen untersucht (VW ID 3, Ford Focus, Toyota Corolla Hybrid, VW Golf).

Kernergebnis: E-Autos dieser Fahrzeugklasse sind ab einer Laufleistung von 90.000 Kilometern klimafreundlicher als solche mit konventionellen Antrieben. In der Langzeitbetrachtung, die die VDI-Ingenieure und Ingenieurinnen in Zusammenarbeit mit dem Karlsruhe Institute of Technology (KIT) durchführten, schneiden bei einer Laufleistung von 200.000 Kilometern E-Auto und Hybrid-Fahrzeuge in ihrer Klimabilanz am besten ab, gefolgt von Diesel- und Benziner-Pkw, die mit fossilen Kraftstoffen betankt werden.