Nachhaltigkeit Ökobilanzen für einzelne Komponenten

Ein Gastbeitrag von Alexander Flekler 4 min Lesedauer

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Wer die Umweltauswirkung seiner Produkte im Engineering berücksichtigt, kann auf künftige Anforderungen frühzeitig reagieren. BMW, Hella, Fraunhofer IEM und weitere entwickeln deshalb ein Modell zur Ökobilanzierung.

Die Automobilindustrie arbeitet an produktbezogenen Umweltbilanzen. Kein leichtes Unterfangen, da sich die Komplexität der Produkte über den gesamten Produktlebenszyklus erstreckt.(Bild:  Fraunhofer IEM)
Die Automobilindustrie arbeitet an produktbezogenen Umweltbilanzen. Kein leichtes Unterfangen, da sich die Komplexität der Produkte über den gesamten Produktlebenszyklus erstreckt.
(Bild: Fraunhofer IEM)

Die Partner des BMBF-Forschungsprojekts NALYSES, darunter Forvia Hella als Konsortialführer, BMW, Forschungsinstitute wie das Fraunhofer IEM und das Heinz Nixdorf Institut sowie Materialspezialisten wie Covestro und Recyclingexperten wie Geba entwickeln derzeit ein standardisiertes Modell zur Ökobilanzierung. Damit soll Nachhaltigkeit als fester Bestandteil in Engineering-Entscheidungen etabliert und ein möglicher Standard für vergleichbare Produkte erarbeitet werden.

Im Engineering werden die Weichen für die spätere Nachhaltigkeit des Produktes gesetzt. Vor allem am Anfang der Produktentwicklung können Ingenieurinnen und Ingenieure Einfluss auf bis zu 80 Prozent der Umweltwirkung eines Produktes nehmen – und zwar verhältnismäßig aufwands- und kostenarm. Spätere Änderungen, etwa kurz vor dem Roll-out oder im Betrieb sind hingegen sehr kostenintensiv oder nicht mehr möglich.